Die FDP Saar verweist auf eine aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung, die den Nutzen von Smartwatches bei der frühzeitigen Erkennung von Herzrhythmusstörungen untersucht. Anlass ist eine Studie, die in der kardiologischen Fachzeitschrift JAAC erschienen ist und sich mit der Detektion von Vorhofflimmern beschäftigt – einer der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle.
Nach Angaben der FDP zeigt die Untersuchung, dass Vorhofflimmern mithilfe smarter Uhren, etwa durch kontinuierliche Messungen, deutlich früher und häufiger erkannt werden kann als mit herkömmlichen Standardverfahren. Insbesondere im Vergleich zum bislang üblichen 24-Stunden-EKG böten Smartwatches Vorteile, da sie eine langfristige Überwachung ermöglichten und auch bei Patientinnen und Patienten ohne akute Symptome auffällige Herzrhythmen registrieren könnten.
Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP Saar, Helmut Isringhaus, erklärte dazu: „Hier wird sichtbar, welches Potenzial smarte Technologien und künstliche Intelligenz auch für die gesetzliche Krankenversicherung haben.“ Weiter führte er aus: „Bislang erhalten viele Patienten bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen ein 24-Stunden-EKG. Bleibt dieses unauffällig, bleibt das oft ohne Konsequenzen.“
Isringhaus betonte zudem den präventiven Ansatz der Technologie: „Smartwatches ermöglichen dagegen eine kontinuierliche Überwachung über längere Zeiträume. Sie erkennen auch asymptomatische Patienten frühzeitig und schaffen so die Voraussetzung für rechtzeitige Therapien zur Schlaganfallvermeidung.“
Vor diesem Hintergrund fordert die FDP Saar eine umfassende Überprüfung ambulanter Untersuchungsverfahren im Hinblick auf den Einsatz smarter Technologien und Anwendungen künstlicher Intelligenz. Ziel sei es, Prävention zu verbessern und zugleich Kosten im Gesundheitssystem zu senken. „Bessere Prävention durch höhere Trefferquoten spart doppelt: bei der Diagnostik selbst und bei den immensen Folgekosten nach einem Schlaganfall – das ist echte Effizienz im Sinne der GKV“, so Isringhaus abschließend.


