StartBildungGEW fordert Einführung von A13 für alle Lehrämter im Saarland

GEW fordert Einführung von A13 für alle Lehrämter im Saarland

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Saarland fordert die zügige Einführung der Besoldungsstufe A13 als Eingangsbesoldung für alle Lehrämter. Anlass ist die angekündigte schrittweise Umsetzung dieser Regelung für Grundschullehrkräfte im benachbarten Rheinland-Pfalz.

Nach Ansicht der GEW erhöht sich damit der Druck auf das Saarland, eine entsprechende Anpassung vorzunehmen. Der Landesvorsitzende Max Hewer sieht in der bisherigen Praxis eine strukturelle Benachteiligung bestimmter Lehrkräftegruppen. Insbesondere Grundschullehrkräfte würden derzeit niedriger eingestuft als Lehrkräfte an anderen Schulformen.

Von der aktuellen Besoldungssituation sind nach Angaben der GEW im Saarland rund 2.200 Lehrkräfte an Grundschulen sowie etwa 120 Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen betroffen. Hinzu kommen mittelbar rund 300 Leitungskräfte an Grundschulen.

Auch aus gleichstellungspolitischer Sicht sieht die Gewerkschaft Handlungsbedarf. Uta Sullenberger, Vorsitzende der Fachgruppe Grundschulen, verweist darauf, dass an Grundschulen überwiegend Frauen beschäftigt seien. Die niedrigere Bezahlung stehe daher im Widerspruch zu den Zielen einer modernen und geschlechtergerechten Personalpolitik.

Die GEW argumentiert zudem, dass die Tätigkeit von Grundschullehrkräften gleichwertig mit der Arbeit an anderen Schulformen sei. Eine unterschiedliche Vergütung lasse sich weder pädagogisch noch gesellschaftlich begründen. Auch für Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen fordert die Gewerkschaft eine Anpassung nach dem Prinzip „gleiche Arbeit – gleicher Lohn“.

Ein weiterer Aspekt ist die Gewinnung von Nachwuchskräften. Eine einheitliche und angemessene Bezahlung könne dazu beitragen, den Lehrerberuf attraktiver zu machen. Der Unterschied in der Einstiegsbesoldung liegt laut GEW derzeit bei rund 500 Euro monatlich.

Mit Blick auf die europäische Entgelttransparenzrichtlinie, die bis 2026 umgesetzt werden muss, sieht die Gewerkschaft zusätzlichen Handlungsdruck. Öffentliche Arbeitgeber seien verpflichtet, bestehende Ungleichheiten offenzulegen und abzubauen.

Die GEW fordert daher einen verbindlichen Zeitplan für die Einführung von A13 im Saarland. Eine Stellungnahme der Landesregierung lag zunächst nicht vor.

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