Saarbrücken – Angesichts des anhaltenden Sanierungsstaus bei den Saarbrücker Schwimmbädern fordern die Grünen im Stadtrat eine klare Priorisierung der Sanierung des Dudweiler Freibads. Hintergrund sind die aktuellen Diskussionen um die Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, mit denen aus Sicht der Fraktion besonders dringliche kommunale Projekte vorangebracht werden sollen.
Nach Einschätzung der Bündnis 90/Die Grünen ist der bauliche Zustand des Freibads Dudweiler seit Jahren problematisch. Fraktionsvorsitzende Karin Burkart verweist auf erhebliche Mängel unter anderem an Beckenrändern und -böden, bei der Technik der Wasseraufbereitung sowie bei der Barrierefreiheit in den Umkleide- und Sanitärbereichen. Diese Defizite seien seit Langem bekannt, bislang jedoch nicht umfassend behoben worden.
Die Fraktion betont zudem die gesellschaftliche Bedeutung öffentlicher Schwimmbäder. Sie seien wichtige Einrichtungen der Daseinsvorsorge, der Gesundheitsförderung und der sozialen Teilhabe. Insbesondere für Kinder, Familien, ältere Menschen sowie für Personen ohne eigenes Auto stellten wohnortnahe Bäder ein unverzichtbares Angebot dar.
Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen die Stadt Saarbrücken auf, das Freibad Dudweiler zeitnah in die Prioritätenliste für Sanierungsmaßnahmen aufzunehmen. Das Sondervermögen des Bundes biete die Möglichkeit, den bestehenden Investitionsstau bei der kommunalen Infrastruktur gezielt anzugehen. Aus Sicht der Fraktion müsse dabei der tatsächliche Sanierungsbedarf maßgeblich sein – und dieser sei beim Dudweiler Freibad besonders hoch.

