St. Ingbert. Mit Blick auf die fortschreitende Umgestaltung der Kohlenstraße erneuern die Grünen in St. Ingbert ihre Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30.
„Während Metropolen wie Rom, Paris und Barcelona flächendeckend innerstädtisch Tempo 30 einführen, diskutieren wir in St. Ingbert immer noch, ob eine einzelne, sensibel umgestaltete Straße -wie die Kohlenstraße- überhaupt dafür geeignet sei“, kritisiert Rainer Keller, Vorsitzender der Grünen St. Ingbert. „Dabei ist die Kohlenstraße mit ihrem dann neuen Straßenraum, dem gegenläufigen Verkehr, der nahen Schule und der Wohnnutzung geradezu ein Paradebeispiel für Tempo 30.“
Aus Sicht der Grünen gehe es bei Tempo 30 nicht um Symbolpolitik, sondern um konkrete Verbesserungen für Anwohnerinnen und Anwohner. Eine reduzierte Geschwindigkeit trage zur Lärmminderung bei, erhöhe die Verkehrssicherheit und steigere die Wohn- und Aufenthaltsqualität. Studien und Erfahrungen aus vielen Städten zeigten, dass bereits die Reduzierung von 50 auf 30 km/h den Verkehrslärm spürbar senke und das Risiko schwerer Unfälle deutlich verringere – insbesondere für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende.
„Wenn wir es ernst meinen mit einer lebenswerten Innenstadt, dann müssen wir auch den Mut haben, Verkehr neu zu denken“, so Keller weiter. „Tempo 30 bedeutet weniger Lärm, mehr Sicherheit und mehr Raum für Menschen.“
Gerade vor dem Hintergrund notwendiger Lärmreduzierung halten es die Grünen für sinnvoll, Tempo 30 als verkehrsrechtliche Maßnahme am Beispiel der neu gestalteten Kohlenstraße ernsthaft zu prüfen und umzusetzen. „Die neu gestaltete Kohlenstraße solle ein Ort sein, an dem man sich gerne aufhält – und nicht nur möglichst schnell durchfährt“, betont Keller.
Abschließend verweist der Grünen-Vorsitzende erneut auf internationale Vorbilder: „Rom, Paris und Barcelona sind sicher keine Kleinstädte – aber sie zeigen, wohin die Reise geht. St. Ingbert muss nicht gleich zur Metropole werden. Aber wir arbeiten daran – und ein bisschen europäischer Mut zur Entschleunigung würde unserer Stadt gut stehen.“„Rom, Paris und Barcelona sind sicher keine Kleinstädte – aber sie zeigen, wohin die Reise geht“, so der Vorsitzende der Grünen. „St. Ingbert muss nicht gleich zur Metropole werden. Aber wir arbeiten daran – und ein bisschen europäischer Mut zur Entschleunigung würde unserer Stadt gut stehen“, so Keller abschließend.

