StartFCSHighlight-Spiel im Ludwigspark: FCS liefert in Unterzahl starken Kampf gegen Aachen

Highlight-Spiel im Ludwigspark: FCS liefert in Unterzahl starken Kampf gegen Aachen

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Die ersten großen Schlagzeilen entstanden bereits vor der Partie. Sportvorstand Markus Thiele gab die Verpflichtung von Kaderplaner Nico Sahm bekannt, dazu gab FCS-Fußballgott Manuel Zeitz das Ende seiner Karriere zum Ende der laufenden Saison bekannt. Ab Sommer wird er die neu gegründete Scouting-Abteilung des 1.FC Saarbrücken übernehmen.

Sportlich veränderte der Argirios Giannikis seine Startelf auf drei Positionen. Rizzuto, Vasiliadis und Baumann rückten aus heraus, ersetzt wurden sie von Fahrner, Caliskaner und Brünker.

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Blau-Schwarz legte energetisch los. Nach vier Minuten ging es dank einem hohen Ballgewinn schnell. Pick bekam den Ball und zog rund 20 Meter vor dem Aachener Tor rustikal ab. Der Ball knallte gegen die Latte. Glück für die Alemmania, eine derartige Kanone wäre nur schwer haltbar gewesen.

Saarbrücken kam eindeutig besser in die Partie. Bretschneider schickte Kai Brünker, der ohne Aachener Gegenwehr durchstarten durfte. Sein Schuss aus spitzem Winkel stellte den ehemaligen Bundesliga-Torwart Riemann vor keinerlei Probleme. Saarbrücken schien die Gäste mit deren eigenen Waffen schlagen zu wollen und offenbarte von Beginn an eine sehr intensive Spielweise, die man in dieser Saison als FCS-Fan eher seltener zu sehen bekommen hatte.

Die in grau auflaufenden Aachener konnten sich nach zehn Minuten mehr als glücklich schätzen nicht bereits ins Rückstand geraten zu sein. Eine Hereingabe von Multhaup verpasste Brünker freistehend nur knapp, kurz darauf scheiterte ein wunderbar vorgetragener Konter an einem schwachen Abspiel von Caliskaner.

Der FCS spielte sich fast schon in einen Rausch. Civeja schlängelte sich irgendwie durch die Aachener Abwehrreihe, sein Abschluss endete jedoch zu zentral und mündete lediglich in einer Ecke. Diese brachte Pick auf den ersten Pfosten auf Wilhelm, der den Ball mustergültig in die lange Ecke verlängerte. Viele Fans auf der Haupttribüne waren bereits aufgesprungen, als ein Aachener den Ball am zweiten Pfosten gerade noch von der Linie köpfen konnte.

Auf dem Papier ein unglaublicher Start des FCS bei dem einzig allein die hochverdiente Führung fehlte. Ein altbekanntes Sprichwort besagt: wer sie vorne nicht macht, der bekommt sie hinten rein. Nach Ballverlust fehlte die Absicherung im Sechserraum, woraufhin Gindorf erstmalig marschieren konnte. Der Saarländer nahm den freien Oehmichen auf links mit, dieser wurde nicht stark genug angegriffen und platzierte den Ball sehenswert im rechten Winkel. Keine Chance für Menzel.

Eine kalte Dusche für die bis dahin so überzeugenden Saarbrücker, die sich direkt auf die Suche nach einer passenden Antwort begaben. Civeja erspähte eine Lücke in der Aachener-Defensive und schickte Multhaup steil. Allein vor Riemann versagten dem Flügelspieler in Reihen des FCS die Nerven und er ließ die hundertprozentige Gelegenheit zum Ausgleich liegen. 

Ebenso bemerkenswert wie die riesige Anzahl an ausgelassenen Möglichkeiten des FCS, war die Herangehensweise der Schiedsrichterin Davina Lutz. Sie ließ nahezu alles laufen, was dem Spielfluss förderte, übersah simultan jedoch sämtliche Fouls auf beiden Seiten. Die gelbe Karte bekam nur Joel Bichsel wegen Meckerns. Die fünfte für den 24-jährigen Schweizer, er wird am Samstag dementsprechend nicht mit Hannover reisen, wenn es gegen die TSV Havelse geht.

Mit dem aus Saarbrücker Sicht unglücklichen 0-1 Rückstand ging dieses herausragende Fußballspiel in die Pause.  

Dass der Pausenstand nicht wirklich dem Spielverlauf entsprach, sah man unter anderem daran, dass Alemannia-Coach Mersad Selimbegovic trotz Führung zur Pause bereits zweimal tauschte.

Das Personal hatte sich geändert, der Spielfilm wiederum blieb dem der ersten 45 Minuten zunächst ähnlich. Über Civeja und Caliskaner kombinierte sich der FCS in den Strafraum, wo Multhaup von den Aachenern sträflich allein gelassen wurde und den Ball erneut nicht im Kasten unterbringen konnte (49).

Spätestens in der 50 Minute schien sich alles gegen den 1.FC Saarbrücken zu wenden. Caliskaner, der kurz zuvor erst gelb gesehen hatte sah nach einem Foul die Ampelkarte. Eine überzogene Entscheidung der katastrophalen Davina Lutz, die dem FCS kurz darauf sogar noch einen klaren Handelfmeter verwehrte.

Aufgrund der fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen schwappte das Momentum nun über auf Seiten der Alemannia. Menzel parierte gleich zweimal herausragend und hielt dem FCS im Spiel (57). Aachen kam jetzt in ihr gefährliches Umschaltsspiel. Gindorf setzte seinen kongenialen Partner Schroers ein, dessen Schuss Menzel erneut vereitelte (61).

Knappe 25 Minuten vor dem Ende wechselte Giannikis erstmals. Elongo-Yombo kam für den umtriebigen, aber abschlussschwachen Multhaup. Saarbrücken marschierte in Unterzahl weiter. Mit Wut im Bauch setzte das Team zu einigen schönen Kombinationen an. So auch in der 70 als Civeja und Sontheimer den Ball ins vordere Drittel trugen und Fahrner auf der rechten Seite zum Schuss kam, Riemann parierte. 14.372 Zuschauer erlebten einen aufopferungsvoll kämpfenden FCS, der sich spielerisch immer wieder beweisen konnte.

Zehn Minuten vor dem Ende die Erlösung. Nach einer Ecke von Pick vergab Wilhelm zunächst die Riesengelegenheit zum 1-1, bevor Florian Pick die Angelegnheit zur Chefsache erklärte und in unnachahmlicher Weise den überfälligen Ausgleich erzielte.

Daraufhin tauschte Giannikis die gesamte Offensive aus und holte Pick, Brünker und Civeja raus. Vasiliadis, Baumann und Naifi sollten in den letzten zehn Minuten das Feuerwerk fortführen, welches ihre Vorgänger abgebrannt hatten. Der Rhythmus wurde dadruch aber eher gebrochen und der FCS konzentrierte sich in der Schlussphase vor allem auf das Verteidigen dieses Remis. Tief in der Nachspielzeit musste sich der wiederholt überragende Menzel noch einmal auszeichnen, in dem er einen angeschnittenen Schuss von Castelle aus dem Eck fischte.

Nach sechs Minuten Nachspielzeit pfiff Lutz diese Partie schlussendlich ab, die definitiv eines der größten Highlights der diesjährigen Saison gelten darf. Für den 1.FC Saarbrücken geht es am Samstag weiter beim TSV Havelse. Mit einer Performance wie gegen Aachen wird sicherlich einiges drin sein für die Mannen in Blau-Schwarz.

Fotogalerie von Catharina Kuhn

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