Foto: Klaus Hinze
Ein Beitrag von Lothar Ranta
Saarbrücken-Dudweiler. Das letzte große Treffen der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft (DKG) war im November 2019 beim 4. Koreanischen Musikfest im Bürgerhaus Dudweiler. Für 2020 hat die DKG einen koreanischer Kochkurs im April, eine Wanderung und das viel beachtete 5. Musikfest geplant. Dann kam die Corona-Epidemie. Kein Verein konnte seine Planungen einhalten.
Nachdem jetzt die Corona-bedingten Einschränkungen gelockert wurden, beschloss der Leiter der DKG, Professor Dr. Rolf Hempelmann mit seinen Mitarbeitern, zu einer Wanderung mit anschließendem saarländisch-koreanischen Grillfest einzuladen. Es war ein mutiger Schritt und hat sich für alle gelohnt. Obwohl am Tag vorher noch Sturmwarnungen vorausgesagt wurden, stand der Plan fest. Vielleicht haben sich dadurch manche Interessenten abhalten gelassen. Die Entscheidung war klar. Die Wanderung zum „Brennenden Berg“ findet statt.
Treffpunkt war der Campus Dudweiler, Zeile 3, das Transfercentre Sustainable Elektrochemistry(TSE) kurz zusammen gefasst „Nachhaltige Elektrochemie“, des Institutsleiters von Rolf Hempelmann. Einige Teilnehmer hörten zum ersten Mal, dass es in Dudweiler eine Außenstelle der Universität des Saarlandes gibt. Die Zeilen sind in dem Gebäudekomplex Am Markt, Dudweiler in der Nähe des Bürgerhauses.
Bei bestem Wetter trafen sich doch noch 15 erwartungsvolle Wanderfreunde. Bei der Begrüßung wurde natürlich auf die Beschränkungen für die ganze Veranstaltung hingewiesen und auch eingehalten. Jae Sun Byun, Vorsitzender des Vereins der Koreaner im Saarland, führte die Gruppe durch den herrlichen Saarkohlenwald. Ziel war das im Saarland bekannte Naturdenkmal “Brennenden Berg“, ein aus dem 17. Jahrhundert entstandene schwelendes Kohlenflöz. Nein, er schwelt nicht mehr. Aber ältere Wanderer aus der Gruppe haben in früheren Zeiten noch weißen Rauch gesehen. Nachdem Johann Wolfgang von Goethe davon hörte, wollte er unbedingt dieses “Wunder“ aus der Nähe betrachten. In seinen Lebenserinnerungen “Dichtung und Wahrheit“ berichtete er 1770 von dem Besuch. Zur Erinnerung ist eine Gedenktafel angebracht.
Nach etwa zwei Stunden war die Gruppe wieder am Ausgangspunkt und am Ziel an der Zeile 3. Auf der begrünten Dachterrasse des Instituts stand in der Mitte ein echter saarländischer Grill auf dem Galbi-Jjim, ein koreanisches mariniertes Schmorgericht aus Rinder- oder Schweinerippenfleisch gegrillt wurde. Außerhalb Koreas ist das Gericht auch als “Koreanisches Barbecue“ bekannt.

Jae Sun Byun als Grillmeister und Young-Joo Choi mit ihrem Team sorgten für das leibliche Wohl. Banchan, die traditionellen koreanischen unterschiedlichsten Vorspeisen und Beilagen waren dekoriert angeboten. Man konnte kaum widerstehen alles zu probieren. Namul, mit Sesamöl angebratene Sojasprossen, oder Oi Muchim, der würzige Gurkensalat war nur ein kleiner Teil des Angebots. Natürlich durfte das koreanische Nationalgericht Kimchi nicht fehlen, dass es in vielen Variationen gibt. Zu dem Serviceteam gehörten auch Anke Hinze, eine der zwei Geschäftsführerinnen im Landesverband des Saarwald-Vereins und Klaus Hinze, ein erfolgreicher Hobbyfotograf vom Fotoclub Völklingen. Beide waren eine große Hilfe mit ihren Kenntnissen der Koreanischen Küche. Für die gute Organisation, sowie reichlich essen und trinken, gab es gegen Ende herzlichen Dank.
Es war für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein schönes Erlebnis wieder nach langer und für manche einsame Zeit, mit anderen Menschen einen angenehmen lehrreichen Tag zu verbringen.


