- Stadt gehört zu den ersten Kommunen im Saarland mit beschlossenem Wärmeplan
- Fernwärme, Geothermie und erneuerbare Energien sollen ausgebaut werden
- Ziel ist eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045
Der Stadtrat Homburg hat die kommunale Wärmeplanung der Stadt beschlossen und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung eingeleitet. Nach Angaben der Stadt zählt Homburg damit zu den ersten Kommunen im Saarland, die eine entsprechende Planung verabschiedet haben – und liegt zugleich deutlich vor der gesetzlichen Frist.
Die kommunale Wärmeplanung soll als strategische Grundlage für die schrittweise Umstellung der Wärmeversorgung auf klimaneutrale Lösungen bis zum Jahr 2045 dienen. Derzeit wird ein Großteil der Gebäude in Homburg noch mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Heizöl beheizt.
Oberbürgermeister Michael Forster sprach von einem wichtigen Signal für die Zukunft der Stadt. Die frühzeitige Verabschiedung zeige, dass Verwaltung, Stadtwerke und Stadtrat gemeinsam entschlossen handelten.
Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehört unter anderem der Ausbau und die Verdichtung des bestehenden Fernwärmenetzes in der Innenstadt. Darüber hinaus sollen neue Wärmenetze in einzelnen Stadtteilen geprüft werden. Vorgesehen sind außerdem Machbarkeitsstudien für mögliche Erweiterungen des Fernwärmenetzes, unter anderem in die Birkensiedlung und in das Versorgungsgebiet „Coeur“.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung erneuerbarer Energien und regionaler Potenziale. Gemeinsam mit den Stadtwerke Zweibrücken soll etwa eine Studie zur Tiefengeothermie durchgeführt werden. Zudem wird untersucht, inwieweit industrielle Abwärme künftig zur Wärmeversorgung genutzt werden kann.
Auch im Bereich Energieeffizienz und Gebäudetechnik sieht die Planung konkrete Maßnahmen vor. Dazu zählen die Dekarbonisierung öffentlicher Gebäude, der Anschluss weiterer Immobilien an das Fernwärmenetz sowie Informationskampagnen zu klimafreundlichen Heizsystemen wie Wärmepumpen.
Erarbeitet wurde die Wärmeplanung von den Stadtwerke Homburg gemeinsam mit dem Fachbüro greenventory. Grundlage waren umfangreiche Bestands- und Potenzialanalysen sowie ein Zielszenario für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung.
Nach Angaben der Stadt sollen Bürgerinnen und Bürger künftig Informationen darüber erhalten können, welche Wärmeversorgungsoptionen in ihren jeweiligen Wohngebieten perspektivisch vorgesehen sind. Die Verwaltung betont dabei insbesondere die Bedeutung von Transparenz und frühzeitiger Information im Zuge der Wärmewende.

