Grünen-Anfrage: Viele Züge im Saarland weiter ohne Zugbegleiter

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Tressel: Service verbessern und Sicherheitsgefühl erhöhen

Die Zugbegleitquote bei den neu ausgeschriebenen Regionalbahn-Linien liegt nach einer Vorgabe des Saar-Verkehrsministeriums tagsüber weiterhin bei nur 50 Prozent. Erst ab 19 Uhr gibt es wieder in jeder Regionalbahn Begleitpersonal. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des saarländischen Bundestagsabgeordneten und Grünen-Landeschefs Markus Tressel hervor. Der Grünen-Politiker fordert Verkehrsministerin Rehlinger auf, wieder in allen Zügen eine Zugbegleiterin bzw. einen Zugbegleiter einzusetzen, um den Service zu verbessern und das Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste zu stärken.

„Wie mir das Bundesverkehrsministerium mitteilt, liegt die Zugbegleitquote bei den neu ausgeschriebenen Regionalbahn-Linien im Saarland tagsüber bei gerade einmal 50 Prozent. Auch nach dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember wird nach Vorgabe des saarländischen Verkehrsministeriums somit weiterhin nur in jeder zweiten Regionalbahn eine Zugbegleiterin bzw. ein Zugbegleiter eingesetzt. In den Zügen der Niedtalbahn wird die Begleitquote auch im kommenden Jahr tagsüber nur bei 30 Prozent liegen. Viele Züge fahren also weiter ohne Servicepersonal, auch eine Fahrkartenkontrolle findet nicht statt“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.
Der Grünen-Politiker fordert Verkehrsministerin Rehlinger auf, wieder in allen Zügen eine Zugbegleiterin bzw. einen Zugbegleiter einzusetzen. Tressel: „Viele Regionalbahnen sind eine Service-Wüste. Nicht anders sieht es an vielen Bahnhöfen aus. Darunter hat in den vergangenen Jahren auch das Sicherheitsgefühl stark gelitten. Wir brauchen wieder in jedem Zug auch eine Zugbegleiterin bzw. einen Zugbegleiter, wie dies in anderen Verkehrsverbünden mittlerweile auch wieder der Fall ist. Zudem ist gerade in den Abendstunden und an den Wochenenden mehr Sicherheitsbegleitpersonal nötig. Wer mehr Fahrgäste für die Bahn gewinnen möchte, muss hier dringend ansetzen.“

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