Der Verbraucherpreisindex für das Saarland lag im Dezember 2019 um 1,2 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Im November wurde noch eine Inflationsrate von 0,7 Prozent gemessen. Wie das Statistische Amt Saarland mitteilt, ist der Index binnen Monatsfrist um 0,4 Prozent auf einen Wert von 105,3 (Basisjahr 2015 = 100) gestiegen.

Die Entwicklung binnen Jahresfrist war durch gegenläufige Preisbewegungen im Bereich der Haushaltsenergie geprägt. Während beim Heizöl mit einem Minus von 8,5 Prozent und bei der Fernwärme mit minus 1,8 Prozent rückläufige Preise beobachtet werden konnten, haben sich die Durchschnittspreise für Elektrizität und für Gas um 4,3 Prozent bzw. 2,3 Prozent erhöht. Bei festen Brennstoffen wie Brennholz, Holzpellets oder ähnlichem stiegen die Preise im Schnitt um 3,8 Prozent. Für Tankstellenkunden machte sich die Entspannung auf den Rohölmärkten mit einem durchschnittlichen Rückgang der Spritpreise um 7,8 Prozent bemerkbar.
Bei den Nettokaltmieten wurde im Verlauf der letzten 12 Monate ein Anstieg um 1,7 Prozent verzeichnet. 
Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Jahresvergleich um durchschnittlich 2,2 Prozent an.

Für die Entwicklung binnen Monatsfrist ist hauptsächlich der saisonal bedingte Anstieg der Preise für Pauschalreisen um gut ein Fünftel (+ 21,1 %) verantwortlich.

Betrachtet man das gesamte Jahr 2019, so lagen die Verbraucherpreise an der Saar im Schnitt um 1,4 Prozent über dem Niveau des Jahres 2018.

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