Anlässlich der Planung der Erweiterung eines Sandabbaugebietes und der damit verbundenen Rodung von artenreichem Waldes nahe Püttlingen-Ritterstraße sprechen sich die Grünen im Regionalverband sowie die Grünen im Ortsverband Püttlingen für den Erhalt des Ritterstraßer Waldes aus. In Zeiten klimatischer Änderungen und der immer stärker bedrohten natürlichen Lebensgrundlagen kommen Flächen von hohem ökologischen Wert in direkter Wohnnähe eine besondere Bedeutung zu, so Patrick Ginsbach, Kreisvorsitzender der Grünen im Regionalverband.

„Das Anliegen des Unternehmers, sein Abbaugebiet in direkter Umgebung zu vergrößern, ist verständlich. Aber dies darf nicht der alleinige Grund sein, eine ökologisch wertvolle Waldfläche zu opfern, die zudem in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und für viele Anwohner der Naherholung dient. Vielmehr sollte das Land in Verantwortung genommen werden und den Sandtagebau landesweit sowie nach strengen ökologischen Kriterien besser steuern und dafür Sorge tragen, dass das Recycling des wichtigen Wertstoffes Sand künftig noch stärker im Vordergrund steht“, so Ginsbach.

„Viele Anwohner in Püttlingen haben sich eindeutig gegen eine Rodung der Waldfläche ausgesprochen und führen dabei gute Gründe an, die wir nachvollziehen können, auch wenn die Debatte über das Vorhaben noch am Anfang steht. Gerade vor dem Hintergrund der immer stärkeren gesellschaftlichen Diskussionen über Klima- und Naturschutz müssen wir auch in der Stadt Püttlingen den Erhalt unserer Wälder ernst nehmen. Es geht nicht darum, gegen eine Wirtschaftsentwicklung in der Stadt zu sein. Diese muss aber mit Augenmaß erfolgen, und nicht zu Lasten der Anwohner und der Natur“, so Michael Dörr, Ortsverbandsvorsitzender der Grünen in Püttlingen.