Naturlandstiftung Saar muss Haltung überdenken – Vereinbarkeit mit Stiftungszwecken fragwürdig

Als Reaktion auf die Abrissgenehmigung für die Hochwaldbahn fordert der saarländische Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Tressel ein Rückbau-Moratorium. Wer die Gleise herausreiße, konterkariere alle Reaktivierungschancen. Die Naturlandstiftung Saar unter Vorsitz von Umweltminister Jost müsse ihre Haltung überdenken und sich ernsthaft fragen, ob der Abriss von Bahnstrecken mit ihren satzungsgemäßen Stiftungszwecken vor dem Hintergrund des Klima- und Umweltschutzes überhaupt vereinbar sei.

„Mit der Genehmigung für den Abriss der Hochwaldbahn trägt Verkehrsministerin Rehlinger leichtfertig zu einem weiteren Kahlschlag von Bahninfrastruktur im Saarland bei. Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der notwendigen Verkehrswende ein massiver Fehler, der auch zu Lasten kommender Generationen geht. Sind die Gleise erstmal weg, kommen sie meist nie wieder. Verkehrsministerin Rehlinger muss zumindest nun ein Rückbau-Moratorium verhängen und darf ab sofort keine neuen Genehmigungen mehr erteilen“, sagt Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Chef der Saar-Grünen.
Der Grünen-Politiker fordert die Eigentümerin der Bahnstrecke, die Naturland-Ökoflächenmanagement-Gesellschaft, eine 100-prozentige Tocher der gemeinnützigen Naturlandstiftung Saar auf, ihre Haltung grundlegend zu überdenken. Tressel: „Die Naturlandstiftung Saar unter Vorsitz von Umweltminister Jost muss sich fragen, ob der Abriss der Hochwaldbahn mit ihren satzungsgemäßen Stiftungszwecken überhaupt vereinbar ist. Klar ist, nur mit einer starken Bahn und weniger Auto- und LKW-Verkehr werden wir die Klimaziele erreichen und damit unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten.“