Mit einer mäßigen Partie geht der 1. FC Saarbrücken in die letzte Woche vor dem Beginn der Restrunde. Defensiv standen die Saarländer ordentlich, aber nach vorne gab es noch viel Luft nach oben.

Durch das Fehlen von Fanol Perdedaj, der an einer Muskelverspannung leidet, war Lukas Kwasniok gezwungen, seine Stammformation umzustellen. So kam Steven Zellner zu einem Einsatz im Mittelfeld, nach dem der nominelle Abwehrspieler zuletzt gegen Karlsruhe ja im Sturm begonnen hatte. Im Tor begann Daniel Batz, davor agierten Anthony Barylla, Christopher Schorch, Boné Uaferro und Mario Müller in der Abwehrkette. Das Mittelfeld bestand aus Tobias Jänicke, Steven Zellner, Manuel Zeitz und Markus Mendler. Ganz vorne startete der FCS mit Timm Golley und Fabian Eisele.

Den besseren Beginn legten die Hausherren hin. Der aktuelle Tabellenzweite der BGL-Ligue ging kernig ran und überraschte in den ersten Minuten durch körperlich robustes Angriffsspiel, mit dem die Mannschaft des 1. FC Saarbrücken zunächst nicht gut zurecht kam. Nach neun Minuten wurde Christopher Schorch vor dem Strafraum gefoult, Emmanuel Françoise hatte freie Bahn – 1:0 für Niederkorn.

Nach einer guten Viertelstunde bekamen die Saarbrücker das Spiel besser in den Griff, kontrollierten den Ball, doch selten gelang es, den Ball gefährlich vor das Tor der Luxemburger zu bringen. Mendler hatte in der 32. und 34. Minute zwei Möglichkeiten, doch Sébastien Flauss im Tor der Niederkorner parierte. Erst in der 44. Minute verwertete Fabian Eisele eine hohe Flanke von rechts zum 1:1.

In der zweiten Hälfte spielte fast ausschließlich der FCS. Der Ballbesitz dürfte jenseits der 80% gelegen haben. Doch wie in der ersten Hälfte schaffte es das Team nicht, die massierte Abwehr der Luxemburger in Verlegenheit zu bringen. Die beste Chance hatte noch Stephan Andrist, der sich kurz vor Schluss in den Niederkorner Strafraum tankte, aber an Flauss scheiterte.

Fazit: Die gute Stimmung durch die engagierten Fans beider Lager hätten ein besseres Spiel verdient gehabt. Aber man darf nicht vergessen, dass der heutige Gegner des FCS in der Tabelle der ersten luxemburgischen Liga ganz vorne dabei ist. Dennoch klappt das Offensivspiel noch nicht wie es nötig wäre. Das soll nun auch in der kommenden Woche im Training verbessert werden, wie Lukas Kwasniok uns bestätigte. Das Spiel am 22. Februar gegen den FSV Frankfurt wird tatsächlich zeigen, wo das Team steht.