Angeblich handgreifliche Auseinandersetzung mit Großfamilie in Wadern-Nunkirchen

Die Polizei informiert:

Saarbrücken/Wadern. Gegen 22:15 Uhr am heutigen Samstag (15.08.2020) ging bei der Führungs- und Lagenzentrale ein Notruf ein, in dem eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Personengruppen n Wadern-Nunkirchen, am Casino, gemeldet wurde. Letztlich entpuppte sich der Sachverhalt aber als lediglich lautstarker, verbaler Streit, bei dem niemand verletzt wurde. 

Aufgrund der durch die Anruferin hektisch und wortreich vorgetragene Sachverhaltsschilderung und den im Hintergrund zu vernehmenden, lauten Stimmen war as Geschehen bei der Notrufannahme nur schwer einzuschätzen, zumal die Worte „Kopfschuss“ und „Knall“ durch die Anruferin verwendet wurden. 

Zahlreiche Einsatzkräfte suchten die angegebene Örtlichkeit in Nunkirchen auf, trafen jedoch dort nur noch Angehörige einer Großfamilie aus Belgien an, die auf der dortigen Freifläche seit mehreren Tagen campieren. Von den angeblich fünf bis sechs „Angreifern“ war niemand mehr vor Ort. Im Rahmen der Fahndung konnten letztlich vier Personen (drei Männer und eine Frau, im Alter zwischen 27 und 34 Jahren) unweit des Platzes angetroffen werden, auf die die Personenbeschreibung zutraf. 

Da eine fremdenfeindliche Straftat zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, übernahm die Abteilung für Staatsschutzdelikte des Landespolizeipräsidiums die Ermittlungen. Wie sich in zahlreichen Befragungen herausstellte, wurde das tagelange Campieren der Großfamilie von einigen Anwohnern in Nunkirchen durchaus nicht gerne gesehen. 

Am gestrigen Nachmittag hatte ein Anwohner sich deshalb bei den Mitgliedern der Großfamilie beschwert und nach einer Erlaubnis für das Campieren gefragt. Auf die Antwort, den Platz vn einem Berechtigten gemietet zu haben, soll der Fragende geäußert haben, der „habe wohl einen Knall oder Kopfschuss“. 

Offensichtlich war dieser Vorfall ebenfalls Bestandteil der Mitteilung, die über Notruf bei der Führungs- und Lagezentrale des Landespolizeipräsidiums eingegangen war. In der Nacht waren einige Anwohner vor einem Wohnwagen der Großfamilie erschienen. Es sei zu einer zwar lautstarken, aber dennoch nur verbal geführten Auseinandersetzung zwischen den Anwesenden gekommen. 

Ein während der Auseinandersetzung angeblich zu hörendes Knallgeräusch konnte bislang nicht verifiziert werden. Hierzu liegen unterschiedliche Aussagen vor. Waffen oder gefährliche Gegenstände konnten bei keinem der beteiligten Personen festgestellt werden. 

Die Ermittlungen wegen der gegenseitigen Beleidigungen und ausgesprochenen Drohungen sowie des Knallgeräusches sind noch nicht abgeschlossen.

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