Rund 100 Mio. Euro EU-Forschungsgelder für das Saarland eingeworben

Das Saarland setzt seinen bisherigen Erfolgskurs bei der Beantragung von EU-Forschungsmitteln fort: Rund 100 Mio. Euro konnten saarländische Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen im laufenden Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ bereits einwerben.

Das Überschreiten der „100 Mio. Euro“-Marke ist ein zentraler Meilenstein für die Staatskanzlei und das von ihr an der Universität des Saarlandes geförderte Projekt „Route 2025“. Die Initiative unterstützt saarländische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft bei der Beantragung von Fördermitteln aus Brüssel und der erfolgreichen Einbindung in europäische Forschungs- und Innovationsprojekte. Erklärtes Ziel des „Route 2025“-Teams war die Einwerbung von 100 Mio. Euro bis zum Abschluss des Programms „Horizont 2020“ Ende dieses Jahres.

„Die Beteiligung saarländischer Innovationsakteure an derzeit 160 ‚Horizont 2020‘-Projekten mit einem Gesamt-Fördervolumen von mehr als 100 Mio. Euro ist ein großartiger Erfolg für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Saarland und bestätigt einmal mehr die starke Forschungs- und Innovationskompetenz saarländischer Wissenschaftler/Innen und Unternehmen – insbesondere auch im Rahmen grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Darüber hinaus sind die aktuellen Erfolgszahlen Beleg dafür, dass die Unterstützungs- und Informationsangebote der ‚Route 2025‘-Initiative angenommen werden und sich positiv auf das Ausschöpfen bestehender EU-Fördermöglichkeiten auswirken“, sagt Ministerpräsident Tobias Hans.

Jüngstes Beispiel dafür ist die erfolgreiche Teilnahme der K|Lens GmbH an der prestigeträchtigen und hochkompetitiven EU-Unternehmensförderung „European Innovation Council (EIC) Accelerator“. Das Hightech Start-up-Unternehmen im Bereich Bildgewinnung und -verarbeitung wurde bei der Antragstellung aktiv von den „Route 2025“-Experten unterstützt. Der „EIC Accelerator“ richtet sich ausschließlich an zukunftsträchtige, international agierende kleine und mittlere Unternehmen mit innovativen Produkt- oder Dienstleistungsideen, die ein hohes Markt- und Wachstumspotenzial aufweisen. Nach den Architektur- und Design-Spezialisten der Okinlab GmbH ist K|Lens das zweite Unternehmen im Saarland, das die mit rund zwei Mio. Euro dotierte Förderung erhält.

Das Team um K|Lens Mitbegründer und Geschäftsführer Mathias Schmitz will das Geld aus Brüssel in den kommenden 2 Jahren nutzen, um die von ihnen patentierte K|Lens Lichtfeld-Sensortechnologie weiterzuentwickeln und in Zusammenarbeit mit marktführenden Kooperationspartnern ein erstes Portfolio an Prototypen aufzubauen und umfassend zu testen. Langfristig will sich K|Lens so als führendes Unternehmen beim Einsatz von 3D-Photonik-Technologien in Europa etablieren.

Die patentrechtlich geschützte K|Lens Technologie setzt ein Spiegelsystem ein, um mehrere unterschiedliche Perspektiven zeitgleich auf einem Standard-Kamerasensor aufzunehmen. Darauf aufbauend können mit modernen Algorithmen präzise 3D-Daten errechnet werden. Vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und Smart Factory erlaubt die Lichtfeldtechnik die kontaktlose 100%-Kontrollen in RGB-D (d.h. der Farbaufnahmen sowie der aufgenommenen Tiefeninformation) und verspricht Automatisierungspotenzial selbst bei komplexen Fertigungsprozessen bzw. Materialien. Das Unternehmen ist derzeit aktiv auf der Suche nach Pilotanwendern.

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