Lothar Strobel: Fotoband über die Grube Göttelborn

Lothar Strobel - Grube Göttelborn

Lothar Strobel war einer der Zeitzeugen, die dabei waren als eine jahrhundertealte Bergbautradition in Göttelborn endete. Die RAG und die Politik hatten entschieden: Göttelborn muss schließen. Es gab massive Demonstrationen, Motorradkorsos, Autobahnblockaden, große Unsicherheit und Verzweiflung unter den Bergarbeitern und ihren Familien, doch nichts half. Am 1. September 2000 wurde die Grube Göttelborn geschlossen.

Strobels Fotos zeigen den Aufruhr, die Verantwortlichen, die letzten Handgriffe, aber auch die weitere Entwicklung zum Naherholungsgebiet und Ansiedlungsschwerpunkt für neue Unternehmen. Ein Vorwort der ehemaligen Bürgermeisterin von Quierschied, Karin Lawall, führt in das Thema ein.

Das tat sie auch während der Vorstellung des Buches am vergangenen Mittwoch vor immerhin 50 Zuschauern in der Quierschieder Q.lisse, flankiert von Delf Slotta. Sie würdigten die Arbeit Strobels, der damals von der Grube Hirschbach freigestellt wurde, um die Vorgänge rund um die Schließung fotografisch zu dokumentieren. Dabei herausgekommen ist ein Werk, das in vielfältiger Weise beeindruckt. Mal durch die Wucht der Menschenmassen, die sich demonstrierend durch den Göttelborn drängen oder die schiere Größe des Industrieareals. Die Trostlosigkeit der letzten Tag fing Lothar Strobel ebenso ein wie die neue Hoffnung, die sich einige später ergab, als die Pläne zur Umgestaltung sprossen.

Lothar Strobels Fotoband ist hier und natürlich im Buchhandel unter der ISBN 978-3-947822-25-6 bestellbar: