Montag, Januar 18, 2021

Inflationsrate im Saarland nach wie vor mit negativem Vorzeichen

Politik

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Die Verbraucherpreisentwicklung im Saarland ist im dritten Monat in Folge rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Inflationsrate im September 2020 wie bereits im August im Vorjahresvergleich bei minus 0,4 Prozent. Im Juli 2020 war der Wert erstmals seit fast viereinhalb Jahren wieder ins Minus gerutscht (- 0,1 %). Im Vergleich zum Vormonat August ging der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent auf einen Wert von 105,3 (Basisjahr 2015=100) zurück.

Nach wie vor auf Talfahrt befinden sich die Heizölpreise. Diese haben sich binnen Monatsfrist weiter um 6,3 Prozent verringert und lagen um 41,6 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das ist der niedrigste Stand seit Juni 2004. Die Preise für Gas (- 5,9 %) und für Fernwärme (-10,7 %) folgen der Entwicklung eher zögerlich. In die andere Richtung bewegen sich hingegen die Elektrizitätspreise. Für die privaten Endverbraucher wurde Haushaltsstrom im Jahresvergleich durchschnittlich um 4,5 Prozent teurer. An den Tankstellen lag das Kraftstoffpreisniveau 13,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Während die Preise für Nahrungsmittel mit durchschnittlich 0,7 Prozent noch moderat anstiegen, wurden Einkäufe von Bekleidung und Schuhen im Schnitt um 1,3 Prozent billiger. Auch für Pauschalreisende war der Urlaub im September im Schnitt um 4,4 Prozent preiswerter als vor einem Jahr. Dafür haben sich wiederum Gaststättendienstleistungen um 2,5 Prozent verteuert.

Hinweis: Aus den Erhebungen zur Verbraucherpreisstatistik lassen sich keine konkreten Aussagen zum Einfluss der Mehrwertsteuersenkung ableiten, da sich in den Preissetzungen unterschiedliche Effekte überlagern, beispielsweise saisonale Einflussfaktoren oder Preisreaktionen auf die Kaufzurückhaltung oder Präferenzverschiebungen in den zurückliegenden Monaten. 

Nach einer fiktiven Rechnung des Statistischen Bundesamtes würde eine vollständige Weitergabe der Steuersenkung an die Verbraucherinnen und Verbraucher für sich genommen das Preisniveau um 1,6 Prozent senken (Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 215 vom 15. Juni 2020).

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).

Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1 000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend den jeweiligen Ausgabenanteilen eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt

Regionalverband Saarbrücken

Tägliche Fallzahl-Statistik aus dem Regionalverband

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