Neunkirchen – Die Junge Union Neunkirchen kritisiert die von Oberbürgermeister Jörg Aumann, Landrat Sören Meng und Gesundheitsminister Magnus Jung unterstützten Pläne zur strukturellen Neuordnung der Krankenhauslandschaft scharf. Nach Einschätzung der JU käme die vorgesehenen Veränderungen einer „De-facto-Schließung“ des Marienhausklinikums auf dem Kohlhof gleich. Besonders gravierend sei der Wegfall der einzigen Geburtshilfestation im Landkreis Neunkirchen.
Die Geburtshilfe des Marienhausklinikums verzeichnet jährlich mehr als eintausend Geburten und besitzt nach Angaben der JU einen hervorragenden Ruf. „Über 1.000 Geburten pro Jahr und ein exzellenter Ruf sprechen eine klare Sprache: Die Geburtshilfe des Marienhausklinikums ist unverzichtbar“, erklärt der JU-Vorsitzende und Neunkircher Stadtrat Jonas Rheinheimer. „Wer die einzige Geburtsklinik des Landkreises schließt, sendet ein eindeutiges Signal: Familienfreundlichkeit spielt in der Gesundheitsplanung offenbar keine Rolle.“
Auch die geplante vollständige Verlagerung der Kinder- und Jugendmedizin aus dem Landkreis bewertet die JU als schwere Fehlentscheidung. Diese Maßnahmen würden die medizinische Versorgung im gesamten Kreisgebiet spürbar verschlechtern. Die Aussage, das Diakonie Klinikum könne die entstehenden Lücken auffangen, stellt der Verband ausdrücklich in Frage.
Kritik übt die Junge Union zudem an den finanziellen Folgen der geplanten Umstrukturierung. Aus ihrer Sicht steht der angekündigte Mitteleinsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro in keinem Verhältnis zu dem erwartbaren Ergebnis. Das Projekt bringe am Ende „weniger Versorgung und mehr Belastung“, heißt es. Als irritierend bezeichnet die JU auch die aus ihrer Sicht unklare Kommunikation gegenüber den Beschäftigten der betroffenen Einrichtungen.
Für die JU Neunkirchen ist der Erhalt der familiennahen Versorgung zentral. Es müsse weiterhin sowohl eine Geburtshilfe als auch eine Kinder- und Jugendmedizin im Landkreis geben. Die aktuellen Pläne des Gesundheitsministeriums und der kommunalen Verantwortungsträger sollten daher aus Sicht der JU vollständig zurückgenommen werden.
Quelle: Junge Union Neunkirchen / PM



