Wie schwierig internationale Klimapolitik ist, haben Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz und im Saarland jetzt hautnah erlebt. Bei der Klimakonferenz-Simulation 2026 schlüpften die Teilnehmenden in die Rolle von Delegierten unterschiedlicher Länder(-gruppen) und verhandelten unter möglichst realistischen Bedingungen über Maßnahmen, um die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dieses Ziel hatte sich die Staatengemeinschaft 2015 auf der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris gesetzt.
Für die Jugendlichen wurde unmittelbar erfahrbar, wie anspruchsvoll es ist, internationale Kompromisse zu finden und wirtschaftliche, soziale sowie ökologische Interessen miteinander zu vereinbaren. Neben inhaltlichen Aspekten rund um Umwelt- und Klimaschutz stärkten sie dabei zentrale Kompetenzen wie Verhandlungssicherheit, Argumentationsfähigkeit und freies Sprechen vor größerer Zuhörerschaft.
Organisiert wurde das Projekt von der Sparda Südwest Stiftung gemeinsam mit Die Multivision e.V.. „Seit 25 Jahren engagiert sich die Sparda Südwest Stiftung für eine starke und vielfältige Gesellschaft. Bildung und Naturschutz sind zentrale Bestandteile unserer Stiftungsarbeit, weshalb wir bereits im dritten Jahr in Folge die Klimakonferenz Simulationen durchführen. Es freut uns sehr, dass dieses Projekt auf so großes Interesse stößt. Das unterstreicht die hohe Relevanz des Themas. Unser besonderer Dank gilt allen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern, die sich engagiert eingebracht und die Aktionstage mit intensiven Diskussionen und kreativen Ideen bereichert haben“, erklärt Andreas Manthe, Vorstand der Sparda Südwest Stiftung.
Die Simulation wurde an insgesamt sechs Schulen durchgeführt: an der Konrad-Adenauer-Realschule Plus in Landau, dem Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach, dem Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasium in Völklingen, der Freie Waldorfschule Nohfelden-Wahlhausen, dem Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey sowie der IGS Anna Seghers in Mainz.
Ein Beispiel dafür, wie sehr das Projekt die Jugendlichen stärkt, ist Lena vom Lina-Hilger-Gymnasium. Obwohl sie sich selbst als eher still beschreibt, wagte sie den Schritt ans Mikrofon: „Man konnte wirklich über sich hinauswachsen. Es war auch mal was anderes als der übliche Schulalltag. Das war cool. Obwohl ich eher still bin im Unterricht, habe ich mir ein Herz gefasst und mich ans Mikro getraut. So bisschen raus aus der Komfortzone. Dann hatte ich richtig Spaß dabei und wollte immer wieder meine Gruppe vertreten“, berichtet Lena.
Auch ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wurde vergeben. Die Schülerinnen und Schüler der IGS Anna Seghers in Mainz überzeugten mit ihrem Engagement. Auf ihrem Schulhof gibt es bislang keine Möglichkeit zur Mülltrennung. Mit der Spende sollen nun neue Mülleimer angeschafft werden, die eine entsprechende Trennung ermöglichen.
Die Sparda Südwest Stiftung gratuliert der Gewinnerschule und bedankt sich bei allen weiteren teilnehmenden Schulen für ihren Einsatz. Weitere Informationen zum Engagement der Stiftung sind unter www.sparda-sw-stiftung.de abrufbar.

