- Positive Zwischenbilanz zu Europa-Leitbild und Luxemburg-Plan im Rahmen der Europawochen
- Schwerpunkte auf Energie, Innovation und grenzüberschreitender Zusammenarbeit in der Großregion
- Jährliche Evaluation beschlossen, um Strategien weiterzuentwickeln
Die saarländische Landesregierung hat im Rahmen einer Ministerratssitzung in der Europäische Akademie Otzenhausen eine Zwischenbilanz ihrer Europapolitik gezogen. Im Mittelpunkt standen die Bewertung und Weiterentwicklung des Europa-Leitbildes sowie des Luxemburg-Plans.
Nach Angaben der Landesregierung zeigen beide Strategien bereits Wirkung. Der Chef der Staatskanzlei und Europabevollmächtigte David Lindemann erklärte, europäische Entscheidungen hätten unmittelbaren Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft im Saarland. Ziel sei es daher, diese aktiv mitzugestalten und konkrete Verbesserungen für die Menschen in der Grenzregion zu erreichen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Energiepolitik, insbesondere beim Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft. Projekte wie das Wasserstoff-Testzentrum HyCATT am Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZEMA) sowie das Interreg-Projekt „PACT H2“ sollen die Transformation der Industrie unterstützen und die Zusammenarbeit mit Partnern in der Großregion stärken.
Darüber hinaus setzt das Saarland auf seine Forschungsstärke in Bereichen wie Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit. Initiativen wie das „House of Transfer“ oder die Startup-Factory „SouthWestX“ sollen den Technologietransfer fördern und ein grenzüberschreitendes Innovationsökosystem etablieren. Auch Kooperationen im Hochschulbereich, etwa mit Partnern in Luxemburg und Frankreich, werden weiter ausgebaut.
Weitere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Mobilität sowie Bildung und kultureller Austausch. Programme wie Erasmus+ und das Schuman-Austauschprogramm sollen die europäische Zusammenarbeit im Alltag stärken.
Der Ministerrat beschloss, sowohl das Europa-Leitbild als auch den Luxemburg-Plan künftig regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Ziel sei es, das Saarland als international vernetzte Region im Herzen Europas zu positionieren und auf kommende europäische Herausforderungen vorbereitet zu sein.

