Auch im fünfzehnten Anlauf sollte dem 1. FC Saarbrücken kein Sieg gelingen. Die Gäste aus Osnabrück behielten dank eines abgeklärten Auftritts die Oberhand – eine Fähigkeit, die den Saarbrückern aktuell abgeht.
Der FCS startete energisch in die Partie. Kurz nach dem Anpfiff schlug Florian Pick eine Flanke in Richtung des zweiten Pfostens, Bretschneider scheiterte jedoch per Direktabnahme. Nach zehn Minuten nutzte der VfL erstmals eine Lücke in der FCS-Verteidigung: Robin Bormuth spitzelte den Ball gerade noch mit der Fußspitze vor Julian Kania weg. Doch bereinigt war die Situation noch nicht. Die anschließende Ecke verwertete Niklas Wiemann freistehend per Kopf zur Führung der Gäste.

Der 1. FC Saarbrücken ließ sich von dem erneut frühen Rückschlag nicht einschüchtern und versuchte, über Kombinationen zwischen Sebastian Vasiliadis und Dominic Baumann hinter die Osnabrücker Abwehrkette zu gelangen. Der VfL verteidigte dies konsequent, indem er mehrfach erfolgreich auf Abseits spielte.
In der 20. Minute kam es zu einem ersten Aufreger im Osnabrücker Strafraum. Elijah Krahn ging nach einer eleganten Weiterleitung von Vasiliadis zu Boden, Schiedsrichter Lars Erbst entschied jedoch gegen einen Elfmeter. Saarbrücken blieb dran: Bretschneider zirkelte den Ball anschließend in den Lauf des auffälligen Baumann.
Osnabrück zog sich nun weit zurück und organisierte sich defensiv im 5-3-2. Der FCS nutzte dies für eine erste Druckphase. Nach einer sehenswerten Hackenablage von Vasiliadis kam Krahn erneut zu Fall, doch auch diesmal blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. Kurz darauf spielte Bretschneider erneut einen Ball in den Lauf von Baumann, Osnabrücks Torhüter Lukas Jonsson klärte jedoch in letzter Sekunde (26.).
Eine Minute später leitete Vasiliadis den nächsten Angriff ein, Pick setzte dessen Ablage jedoch links neben das Tor. Nach rund einer halben Stunde traf die aktive Fanszene des VfL Osnabrück im Ludwigspark ein. Sie sah in der Folge eine Partie, in der sich ihre Mannschaft zunehmend auf die defensive Organisation konzentrierte.
Die letzte Gelegenheit vor der Pause gehörte erneut Blau-Schwarz: Wilhelm verlängerte eine Ecke von Pick auf den zweiten Pfosten, doch Robin Bormuth brachte den Ball nicht im Tor unter.
Erneut ging der FCS mit einem Rückstand in die Kabine. Ohne personelle Wechsel begann das Team von Jürgen Luginger die zweite Hälfte und kam schnell zur besten Ausgleichschance: Tim Civeja köpfte eine Freistoßflanke von Pick völlig freistehend neben das Gästetor. Wer solche Möglichkeiten ungenutzt lässt, darf sich am Ende nicht beklagen.
Vor 12.081 Zuschauern nahm Luginger nach einer Stunde einen Doppelwechsel vor. Caliskan und Schmidt ersetzten Vasiliadis und Civeja, um mehr Druck auf die kompakte VfL-Defensive auszuüben. Die Offensivbemühungen wirkten danach jedoch zunehmend ungeordnet, es fehlte an Durchschlagskraft.
Da beide Teams in der Folge unsauber agierten, blieb die Partie arm an Höhepunkten. Fünf Minuten vor dem Ende kam Schmidt in aussichtsreicher Position zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Die letzte Aktion des Spiels passte ins Gesamtbild: Nach einer weiteren Ecke tauchte Wilhelm frei im Osnabrücker Strafraum auf, jagte den Ball jedoch deutlich über das Tor und besiegelte damit die Niederlage.
Die Lage bleibt düster in Saarbrücken. Die Mannschaft von Jürgen Luginger versuchte vieles und variierte auch taktisch, doch erneut reichte es nicht. Auffällig ist zudem, dass der FCS über die gesamte Spielzeit keine einzige Gelbe Karte sah. Neben Durchschlagskraft und Spielglück fehlt es aktuell auch an der nötigen Körperlichkeit im Abstiegskampf.
Fotogalerie von Catharina Kuhn:











