StartKulturKinoseminare gegen Antisemitismus: NS-Vorbehaltsfilme im Filmhaus Saarbrücken

Kinoseminare gegen Antisemitismus: NS-Vorbehaltsfilme im Filmhaus Saarbrücken

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Saarbrücken. Vom 23. bis 30. Juni 2025 lädt das Filmhaus Saarbrücken Schulklassen zu einer besonders lehrreichen Reihe ein: Unter dem Titel „Entschieden gegen Antisemitismus“ stehen vormittags um 08.30 Uhr und 11.00 Uhrabwechselnd die NS-Vorbehaltsfilme „Hitlerjunge Quex“ (ab Klasse 8) und „Jud Süß“ (ab Klasse 9) auf dem Programm – jeweils mit fachkundiger Einführung und Nachbereitung.

„Antisemitismus ist kein bloßes Relikt aus der Zeit des Nationalsozialismus. Antisemitismus und judenfeindliche Übergriffe gehören leider auch heute zum Alltag“, mahnt Bildungs- und Kulturstaatssekretärin Jessica Heide„Erinnerungsarbeit bedeutet nicht nur Gedenken, sondern auch Verantwortung für die Zukunft. Im Saarland setzen wir uns dafür ein, dass junge Menschen jede Art von Diskriminierung erkennen, ihr entgegentreten und sich aktiv für ein demokratisches Miteinander einsetzen. Nur so können wir sicherstellen, dass sich solche menschenverachtenden Ideologien nicht weiter verbreiten.“

Die Organisation erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bildungscampus, der Arbeitskammer des Saarlandes und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die als Hüterin der Vorbehaltsfilme wissenschaftlich begleitete Aufführungen gewährleistet.

Historiker und Filmpädagoge Dr. Burkhard Jellonnek übernimmt die medienpädagogische Rahmung: „Aus den Fehlern der Vergangenheit können wir für heute lernen“, sagt er. „Ich habe diese Filme bereits über 18.000 Schülerinnen und Schülern gezeigt – und jede Diskussion bestätigt mir, wie wichtig solche Veranstaltungen sind.“

Auch Dr. Nils Daniel Peiler, Leiter des Filmhauses Saarbrücken, unterstreicht den Wert der Reihe: „Das Filmhaus leistet mit der Aufführung von Vorbehaltsfilmen und der dazugehörigen pädagogischen Einbettung einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung.“

Der Eintritt kostet 5 Euro pro Schülerin bzw. Schüler. Anmeldungen nimmt das Filmhaus Saarbrücken ab sofort per E-Mail an filmhaus@saarbruecken.de oder telefonisch unter 0681 / 905 4800 entgegen.

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