Die Städtische Galerie Neunkirchen widmet dem Saarbrücker Fotografen Gerhard Heisler zu dessen 85. Geburtstag eine Retrospektive. Die Ausstellung „HEISLER | Kein Foto ein Zufall. Kein Werk ohne Geheimnis.“ eröffnet am 28. August und läuft bis zum 8. November.
Für Besucherinnen und Besucher bietet die Schau einen Überblick über mehr als sechs Jahrzehnte fotografischer Arbeit – von Heislers Zeit als Pressefotograf beim Bundespresseamt bis zu freien, experimentellen Bildserien. Zu sehen sind unter anderem analoge Composings, Arbeiten aus der Reihe „Fluktuationen“ und Werke der Serie „Kapilare“.
Heisler wurde 1941 in Ostrau/Mähren geboren, lebt und arbeitet jedoch seit vielen Jahren in Saarbrücken. Nach seiner Tätigkeit beim Bundespresseamt in Bonn studierte er 1966 bei Oskar Holweck an der Staatlichen Werkkunstschule Saarbrücken. 1967 legte er die Meisterprüfung im Fotografenhandwerk ab und gründete sein eigenes Atelier, zunächst unter dem Namen „studio heisler“, später als „HEISLER-imaging“.
Die Galerie zeichnet mit der Retrospektive auch den Wandel der Fotografie nach. Heisler arbeitete dokumentarisch, fotografierte für Industrie und Presse und entwickelte zugleich eigene Verfahren für Bilder, die nicht unmittelbar Sichtbares darstellen sollten. Galerieleiterin Dr. Liane Wilhelmus sieht in seinem Werk einen Übergang von analoger zu digitaler Fotografie sowie von dokumentarischen Aufnahmen zur experimentellen Bildkunst.
Die Eröffnung beginnt am Freitag, 28. August, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Neunkirchen im KULT.Kulturzentrum, Marienstraße 2. Der Beigeordnete Thomas Hans begrüßt die Gäste; anschließend spricht Wilhelmus mit Gerhard Heisler. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Öffentliche Führungen sind am 17. September um 18 Uhr sowie am 27. September und 18. Oktober jeweils um 15 Uhr geplant. Am 29. Oktober lädt die Galerie zu „Kunst, Kaffee & Kuchen“ ein; die Teilnahme kostet sieben Euro inklusive Kaffee und einem Stück Kuchen, eine Anmeldung ist erwünscht. Den Abschluss bildet am 8. November um 15 Uhr eine Finissage mit Künstlergespräch. Geöffnet ist die Galerie mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr.


