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Linke Saar fordert Erhalt der Spielstätte „sparte4“ – Staatstheater plant Fortführung des Programms an neuem Ort

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Die Partei Die Linke Saar spricht sich für den Fortbestand der Theater-Spielstätte „sparte4“ in der Saarbrücker Eisenbahnstraße aus. Hintergrund ist die Entscheidung des Saarländischen Staatstheaters, den Standort zur Spielzeit 2026/27 aufzugeben. Ausschlaggebend dafür sind nach Angaben des Theaters insbesondere die hohen Kosten für notwendige Renovierungsarbeiten im Backstage- und Zuschauerbereich.

Gleichzeitig betont das Staatstheater, dass das Programm der Bühne grundsätzlich weitergeführt werden soll. Generalintendant Michael Schulz erklärte im Saarländischen RUndfunk: „Die Marke sparte4 möchten wir aber gerne erhalten, den jungen experimentellen und auch queeren Produktionen sogar eine größere Bühne bieten.“ Demnach wird derzeit geprüft, an welchen Orten die Produktionen künftig stattfinden können. Eine endgültige Entscheidung über neue Spielstätten steht nach Angaben des Theaters noch aus. „Wie wir die Marke sparte4 und an welchen Orten weiterführen und weiterentwickeln können, darüber laufen zurzeit Planungen und Gespräche, die noch nicht abgeschlossen sind“, ergänzte Schulz.

Die „sparte4“ war mit rund 90 Plätzen der kleinste Spielort des Saarländischen Staatstheaters und ist seit November 2006 in einem Gebäude in der Eisenbahnstraße untergebracht. Der Mietvertrag für die Räumlichkeiten wurde nach Theaterangaben bereits zu Beginn des Jahres gekündigt.

Die Linke Saar sieht die geplante Schließung kritisch und fordert politische Unterstützung für den Erhalt des Standorts. Dennis Kundrus, stellvertretender Landesvorsitzender der Partei, erklärte: „Die sparte4 ist seit fast zwei Jahrzehnten ein einzigartiger Ort für experimentelles und junges Theater in unserer Stadt. Für viele Menschen ist sie ein wichtiger Kulturraum da hier niedrigschwellig, kreativ und offen Formate gestaltet werden. Dass dieser Ort nun aufgegeben werden soll, ist kulturpolitisch ein falsches Signal.“

Die Partei fordert, dass das Land Saarland zusätzliche Mittel bereitstellt, um notwendige Investitionen zu ermöglichen. „Wenn Renovierungen notwendig sind, muss das Land hier unterstützen. Kultur darf nicht daran scheitern, dass notwendige Investitionen nicht getragen werden. Gerade kleinere, innovative Spielstätten brauchen politische Rückendeckung.“

Zugleich hebt die Linke die eigenständige Rolle der Bühne innerhalb der Kulturlandschaft hervor. „Die sparte4 erfüllt eine eigene wichtige Funktion. Sie ergänzt die Freie Szene, statt sie zu verdrängen. Wenn das Programm künftig auf andere Bühnen verlagert wird, besteht die Gefahr, dass genau diese Balance verloren geht.“

Auch die räumliche Atmosphäre des bisherigen Standorts sei ein prägender Bestandteil des künstlerischen Konzepts. „Die Räume in der Eisenbahnstraße transportieren einen besonderen urbanen und industriekulturellen Charme, der Teil der künstlerischen Identität der sparte4 geworden ist. Diese Atmosphäre lässt sich nicht einfach an einem anderen Ort reproduzieren.“

Während das Staatstheater die Fortführung des Programms an neuen Orten vorbereitet, fordert Die Linke Saar eine zeitnahe politische Lösung, um den bisherigen Standort möglichst zu sichern und die Bühne langfristig als Ort für experimentelles Theater in Saarbrücken zu erhalten.

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