Bei Sondierungsarbeiten auf einer Kanalbaustelle in Beckingen-Honzrath ist eine beschädigte 21-Zentimeter-Granate entdeckt worden. Zwölf Häuser mussten geräumt werden, bevor der Kampfmittelbeseitigungsdienst das Geschoss am Abend vor Ort sprengte.
Die Granate wurde am 14. September gegen 15.50 Uhr in der Straße „Im Millessen“ gefunden. Weil das Artilleriegeschoss beschädigt war, schlossen die Experten der saarländischen Polizei einen Abtransport aus. Sie bereiteten deshalb eine kontrollierte Sprengung in einem ausgehobenen Erdloch vor.
Für die Anwohner im festgelegten Sicherheitsbereich bedeutete das einen mehrstündigen Aufenthalt außerhalb ihrer Häuser. Gegen 21.45 Uhr detonierte die Granate kontrolliert. Nach insgesamt dreieinhalb Stunden konnten die Bewohner zurückkehren.
Während des Einsatzes schalteten die Verantwortlichen in mehreren Straßenzügen von Honzrath und Haustadt den Strom ab. Beteiligt waren neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst unter anderem die Polizeiinspektion Merzig, die Bereitschaftspolizei und die Diensthundestaffel.
Auch die Freiwillige Feuerwehr Honzrath, die Katastrophenschutzbehörde des Landkreises Merzig-Wadern, ein Rettungswagen sowie Mitarbeiter der Energieversorgung, der Ortspolizeibehörde und des Bauhofs der Gemeinde Beckingen waren im Einsatz. Die Polizeiinspektion Merzig informierte am 15. September über den Vorfall.

