Bei einer behördenübergreifenden Verkehrskontrolle auf der Autobahn 8 am Rastplatz Kutzhof in Fahrtrichtung Neunkirchen haben Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße im gewerblichen Güterverkehr registriert. Nach Angaben der Polizei wurde bei jedem zweiten kontrollierten Fahrzeug eine Zuwiderhandlung festgestellt.
Die Kontrolle fand am Dienstag im Rahmen der sogenannten „Grenz-AG-Transport Freisener Gespräche“ statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Behörden aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg, die gemeinsame Überprüfungen des grenzüberschreitenden Güterverkehrs durchführen. Rund 70 Kräfte waren im Einsatz, darunter Mitarbeitende der saarländischen Verkehrspolizei, des Zentralen Verkehrsdienstes Rheinland-Pfalz, des Bundesamts für Logistik und Mobilität, des Zolls, der Bundespolizei, der Industrie- und Handelskammer sowie des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz.
Während der vierstündigen Aktion wurden mehr als 50 Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen kontrolliert. Dabei stellten die Behörden 25 erhebliche Ordnungswidrigkeiten sowie eine Straftat fest. Beanstandet wurden unter anderem Mängel bei der Ladungssicherung, Verstöße bei Abfall- und Gefahrguttransporten, technische Defekte an Fahrzeugen sowie Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten.
Bei vier Lastwagen waren die Verstöße nach Polizeiangaben so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Zudem wurden Sicherheitsleistungen im hohen vierstelligen Bereich erhoben.
Parallel zur Kontrolle des Schwerlastverkehrs führten die Einsatzkräfte im Umfeld des Rastplatzes Geschwindigkeitsmessungen durch. Innerhalb von vier Stunden wurden dabei 305 Verstöße festgestellt. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 144 Stundenkilometern bei erlaubten 80 km/h.
Die Polizei wertete die Ergebnisse als Beleg für die Bedeutung solcher gemeinsamen Kontrollaktionen und kündigte weitere vergleichbare Einsätze zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Saarland an.


