Am Hahnwiesweiher zwischen Illingen, Merchweiler und Quierschied stehen umfangreiche Arbeiten am Damm an. Während der Sanierung soll der Bereich aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Die RAG Aktiengesellschaft bereitet die Entlassung des früheren Absinkweihers aus der Bergaufsicht vor. Dafür müssen mögliche Gefahren für Menschen, Umwelt und Bauwerke beseitigt werden, bevor die Fläche dauerhaft für Naturschutz und Öffentlichkeit freigegeben werden kann.
Im Mittelpunkt stehen der Damm und der sogenannte Mönch, ein Bauwerk zur Regelung des Wasserstands. Weil der Damm auf seiner gesamten Fläche Erosionsschäden aufweist, soll die RAG im Uferbereich Stein- und Schottermaterial einbringen und das Ufer abflachen. Dadurch soll der Wellenschlag künftig weniger Schaden anrichten. Für die Arbeiten wurde die Dammkrone bereits von Gehölzen befreit.
Zudem soll der Mönch verdämmt werden. Ein neuer Notüberlauf ist vorgesehen, um Hochwassersituationen abzusichern. Technische Anlagen wie das Schalthaus sollen zurückgebaut werden.
Bei einer Untersuchung vor Beginn der Arbeiten fanden Gutachter im Dammbereich gefährdete Reptilienarten. Ein Folienzaun soll verhindern, dass Tiere in den Arbeitsbereich gelangen; Steinpyramiden auf der Dammseite bieten ihnen Ausweichmöglichkeiten. Reptilien, die sich noch innerhalb des Baufelds befinden, sollen vor Arbeitsbeginn auf benachbarte Flächen umgesiedelt werden. Die Landschaftsagentur Plus GmbH übernimmt die ökologische Baubegleitung.
Mit den Sanierungsarbeiten am Damm rechnet die RAG im Sommer 2026. Nach der derzeitigen Planung sollen sie bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Anschließend will die LIK.NORD den Weiher in die Weideflächen ihres Naturschutzgroßprojekts Habichtsweiden einbinden, das auch als „Saarengeti“ bekannt ist. Die Dammkrone soll danach weiter öffentlich zugänglich bleiben.


