Saarbrücken, 25. Juli 2025 – Die Wählervereinigung bunt.saar positioniert sich deutlich gegen eine Verlegung des Drogenhilfezentrums in Saarbrücken. Der Vorsitzende Frank Lichtlein fordert, die Einrichtung an ihrem bisherigen Standort zu belassen – solange keine fundierten und tragfähigen Alternativen vorliegen.
„Solange die Initiatoren der Verlagerung keinen konkreten Alternativvorschlag machen, lohnt die Diskussion nicht“, betont Lichtlein. Für bunt.saar steht außer Frage, dass der derzeitige Standort zentrale Bedeutung für die Wirksamkeit der Hilfeangebote hat.
Zentrale Anlaufstelle für suchtkranke Menschen
Das Drogenhilfezentrum biete mit seinem breit gefächerten Beratungs-, Betreuungs- und Wohnangebot einen „unverzichtbaren Beitrag zur Stabilisierung und Reintegration suchtkranker Menschen“, heißt es in der Mitteilung der Wählervereinigung. Entscheidend sei dabei die niederschwellige Erreichbarkeit: „Die Leistungen des Drogenhilfezentrums können nicht an beliebigen Orten erbracht werden, sondern müssen für die Drogenabhängigen erreichbar sein“, so Lichtlein weiter.
Ein Umzug an einen anderen Ort sei nicht nur logistisch fragwürdig, sondern auch sozialpolitisch riskant: „Forderungen nach einer Verlegung an einen anderen Ort würden deutlich machen, dass die Arbeit und Bedeutung des Zentrums nicht ausreichend gewürdigt werden.“
Verlagerung birgt Risiken
bunt.saar warnt in diesem Zusammenhang vor den möglichen Folgen einer Standortverlagerung:
- Zugangsbarrieren: Der Wegfall des vertrauten Umfelds könne es hilfesuchenden Personen erschweren, weiterhin Kontakt zur Einrichtung zu halten.
- Verunsicherung: Nicht nur die Nutzer*innen, sondern auch Kooperationspartner des Zentrums stünden vor zusätzlichen Hürden.
- Zersplitterung der Hilfestrukturen: Der Drogenkonsum könnte sich – mitsamt den damit verbundenen Problemen – über das gesamte Stadtgebiet verteilen.
Forderung nach klarer Perspektive
Vor diesem Hintergrund fordert bunt.saar: „Keine Standortverlagerung ohne handfestes Konzept!“ Die Diskussion dürfe nicht auf einer symbolischen Ebene geführt werden, sondern müsse sich an der Realität suchtkranker Menschen orientieren. Kontinuität, Erreichbarkeit und Verlässlichkeit seien für die Betroffenen unverzichtbare Bedingungen, um überhaupt eine Chance auf Stabilisierung zu erhalten.
Die Wählervereinigung appelliert daher an alle politisch Verantwortlichen, den bestehenden Standort des Zentrums nicht leichtfertig infrage zu stellen – sondern die bestehenden Strukturen zu stärken.

