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Förderunsicherheit bedroht Arbeitsmarktprojekte in Saarlouis und Saarbrücken

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Zwei Arbeitsmarkt- und Quartiersprojekte der Diakonie Saar stehen kurz vor dem Aus. Hintergrund ist die bislang ausstehende Entscheidung über die Verlängerung der Förderung aus dem Bundesprogramm BIWAQ („Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“). Betroffen sind die Projekte „Malstatt AGil“ in Saarbrücken und „ErFolQ²“ in Saarlouis.

Beide Initiativen verfolgen das Ziel, die Integration von Menschen mit erschwerten Zugangschancen zum Arbeitsmarkt zu fördern und zugleich die Entwicklung benachteiligter Stadtquartiere zu unterstützen. Finanziert werden sie über das Bundesförderprogramm BIWAQ, das mit dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ verknüpft ist.

Nach Angaben der Diakonie Saar war für beide Projekte eine Antragstellung zur Fortsetzung der Förderung möglich. In vergleichbaren Fällen sei in der Vergangenheit regelmäßig mit einer Bewilligung gerechnet worden. Die erforderlichen Zuwendungsbescheide des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen liegen jedoch bislang nicht vor.

Sollte die Förderung nicht rechtzeitig verlängert werden, droht beiden Projekten zum 1. Juli das Ende. Die Diakonie Saar warnt vor den Folgen einer möglichen Einstellung. Neben der Unsicherheit für die Beschäftigten seien auch über Jahre aufgebaute Unterstützungsangebote, Kooperationen und Netzwerke gefährdet.

Die Projekte richten sich insbesondere an Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen und unterstützen sie auf dem Weg in Beschäftigung, Qualifizierung und gesellschaftliche Teilhabe. Nach Angaben der Diakonie tragen die Angebote zudem zur Stabilisierung sozial benachteiligter Stadtteile bei.

Träger der Projekte sind die Städte Saarbrücken und Saarlouis. In Saarbrücken wird „Malstatt AGil“ gemeinsam mit dem Zentrum für Bildung und Beruf (ZBB) umgesetzt. Beim Saarlouiser Projekt „ErFolQ²“ arbeitet die Diakonie Saar mit dem Jobcenter des Landkreises Saarlouis zusammen.

Die Diakonie fordert nun eine zeitnahe Entscheidung des Bundes, um Planungssicherheit für Mitarbeitende und Teilnehmende zu schaffen und den Fortbestand der Projekte zu sichern.

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