StartFeatureZehnter Streik im Tarifkonflikt: Saarbahn bereitet sich auf weitere Ausfälle vor

Zehnter Streik im Tarifkonflikt: Saarbahn bereitet sich auf weitere Ausfälle vor

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Der Tarifkonflikt bei der Saarbahn verschärft sich weiter. Nur wenige Tage nach dem Ende des jüngsten Arbeitskampfes hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die Fahrerinnen und Fahrer erneut zum Streik aufgerufen. Seit Freitagmorgen um 8 Uhr legen die Beschäftigten zum inzwischen zehnten Mal in der laufenden Tarifrunde ihre Arbeit nieder. Wie lange der Ausstand dauern wird, ließ die Gewerkschaft offen.

Für Fahrgäste bedeutet das erneut erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Zwar sollte der reguläre Bahnverkehr bis zum Beginn des Streiks zunächst aufrechterhalten werden, doch bereits im Vorfeld schloss die Saarbahn einzelne Zugausfälle nicht aus. Mit Beginn des Arbeitskampfes wird erneut ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, der zunächst bis Montag vorgesehen ist. Sollte der Streik über das Wochenende hinaus andauern, könnte damit auch der Schulbeginn am Montag betroffen sein.

Die Saarbahn kündigte an, unabhängig vom weiteren Verlauf des Arbeitskampfes zusätzliche Ersatzbusse einzusetzen. Gleichzeitig werde geprüft, ob trotz des Streiks einzelne Bahnfahrten angeboten werden können. Ob dies gelingt, hängt maßgeblich davon ab, wie viele Beschäftigte dem Streikaufruf folgen.

Der inzwischen zehnte Ausstand verdeutlicht, wie festgefahren die Tarifverhandlungen inzwischen sind. Bereits Anfang der Woche hatten die Lokführerinnen und Lokführer ihre Arbeit für mehr als einen Tag niedergelegt. Eine Annäherung zwischen den Tarifparteien ist bislang nicht erkennbar.

Die GDL begründet den erneuten Streik mit aus ihrer Sicht unzureichenden Verhandlungen. Nach Darstellung der Gewerkschaft habe die Saarbahn bislang kein Angebot vorgelegt, das als Grundlage für ernsthafte Tarifgespräche dienen könne.

Die Arbeitgeber weisen diesen Vorwurf zurück. Der Kommunale Arbeitgeberverband Saarland und die Saarbahn GmbH sprechen von überzogenen Forderungen der Gewerkschaft und werfen der GDL vor, ihre Positionen nicht mehr zu bewegen. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten sie die Haltung der Gewerkschaft als „einbetoniert“ und stellten die Frage, ob unter diesen Voraussetzungen eine konstruktive Tarifpartnerschaft überhaupt noch möglich sei.

Zugleich verweist die Arbeitgeberseite auf den Tarifvertrag Nahverkehr Saar (TV-N Saar), der nach ihrer Auffassung bereits ein umfassendes Regelwerk für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten darstelle und kontinuierlich weiterentwickelt werde.

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