Seit ihrer Premiere im Jahr 2018 hat sich die „Do-it-yourself“-Messe in Sulzbach zu einem echten Publikumsmagneten entwickelt. Auch in diesem Jahr strömten wieder Hunderte Besucherinnen und Besucher in die AULA, um Handwerkskunst, Design und kreative Ideen zu erleben. „In diesem Jahr haben wir mit 45 Anmeldungen so viele Aussteller wie noch nie“, freute sich Kulturamts-Mitarbeiterin und Organisatorin Petra Lorenz.
Wer gerne bastelt, näht oder dekoriert, kam bei dieser Messe voll auf seine Kosten. Auf drei Etagen präsentierten die Standbetreiberinnen und -betreiber zwischen 10 und 17 Uhr ihre handgefertigten Werke und boten zugleich die Gelegenheit, schon erste Weihnachtsgeschenke zu ergattern.
Dabei zeigte sich die unglaubliche Vielfalt des Kunsthandwerks: Ob Glas, Wachs, Kork, Metall, Papier, Keramik, Textil, Holz, Stein oder Wolle – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Die Aussteller kamen aus dem ganzen Saarland, aus Rheinland-Pfalz und sogar aus Frankfurt am Main.
Besonderes Aufsehen erregte der jüngste kreative Kopf der Messe: Die elfjährige Kati Kessler begeisterte mit filigranen Miniatur-Kreationen aus Fimo – winzigen Torten, Sushi und detailgetreuen Alltagsgegenständen. Der älteste Teilnehmer, Manfred Hemmer (88 Jahre), präsentierte bunte Holzschnitzereien, Schachteln und sogar einen selbstgefertigten Eiffelturm.
Auch bekannte Gesichter waren wieder mit dabei. „Karins Lädsche“ aus dem pfälzischen Rieschweiler-Mühlbach brachte ein umfangreiches Sortiment an Handwerksmaterialien mit, während Peter Kehl mit seinen kniffligen Holzspielen für so manchen Denksportmoment sorgte – und mit einem freundlichen Hinweis: „Alle Spiele bitte ausprobieren.“
Waltraud Trautwein verkaufte selbstgestrickte Socken zugunsten der AWO, und Walter Schwingel begeisterte Kinder mit seiner Drechselmaschine.
Genuss, Begegnung und Handwerksfreude
Im Bistro auf der zweiten Etage herrschte reger Betrieb – Besucherinnen und Besucher genossen Eintopf, Kuchen und Kaffee, zubereitet von den Mitgliedern des Sulzbacher Kunstvereins.
Petra Lorenz, die selbst Kunsthandwerkerin ist, erklärte beim Rundgang:
„Der Begriff ‚Do it yourself‘ beschrieb früher eher handwerkliche Arbeiten. Heute umfasst er auch Kunsthandwerk und alles, was man selbst herstellt. Es ist Balsam für die Seele und es macht stolz, selbstbewusst und glücklich, wenn man etwas selbst erschafft und andere damit erfreut.“


