- Vorwurf mangelnder Umsetzung trotz neuer Fördermittel für Moorschutz
- Kritik an Land und Stadt Homburg wegen fehlender konkreter Projekte
- Forderung nach schnellem Handeln zur Einhaltung der Klimaziele
Der Umweltverband BUND hat deutliche Kritik an der bisherigen Entwicklung beim Moorschutz im Bereich Königsbruch geäußert. Hintergrund ist ein neues Förderprogramm des Bundes zur Wiedervernässung von Moorböden, das bis 2029 umfangreiche Maßnahmen mit finanzieller Unterstützung vorsieht.
Aus Sicht des Verbandes seien die Voraussetzungen für konkrete Projekte inzwischen gegeben. Dennoch fehle es bislang an sichtbaren Fortschritten. Zwar werde derzeit ein hydrogeologisches Gutachten erstellt, doch bestehe die Gefahr, dass auch dieses nicht in praktische Maßnahmen münde. Der BUND kritisiert, dass seit Jahren Prüfungen und Bewertungen erfolgten, während die Moorflächen weiter austrockneten.

Besonders in der Verantwortung sieht der Verband neben dem Saarland auch die Stadt Homburg. Beide Akteure müssten die vorhandenen Fördermöglichkeiten nutzen und konkrete Strategien zur Wiedervernässung entwickeln. Der Königsbruch biete nach Einschätzung des BUND ein erhebliches Potenzial für Klima-, Natur- und Wasserschutz.
Der Verband verweist zudem auf gesetzlich verankerte Klimaziele, die auch für Länder und Kommunen verbindlich seien. Verzögerungen bei der Umsetzung könnten demnach nicht nur klimapolitische, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Nach Auffassung des BUND liegen mögliche Maßnahmen bereits auf der Hand. Dazu zählen unter anderem das Schließen von Entwässerungsgräben, das Zurückhalten von Wasser in der Fläche sowie die Entwicklung konkreter Projekte zur Wiedervernässung. Entsprechende Vorschläge seien bereits in der Vergangenheit an die Landesregierung herangetragen worden.
Der Verband kündigte an, die weiteren Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und die Umsetzung möglicher Maßnahmen kritisch zu begleiten.


