Beim Grünen Treff des Stadtverbands Bündnis 90/Die Grünen Homburg in Jägersburg haben sich nach Angaben der Veranstalter rund 30 Bürgerinnen und Bürger über Klimaschutz, erneuerbare Energien und regionale Handlungsmöglichkeiten informiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen praktische Ansätze zur Umsetzung der Energiewende vor Ort.
Als Referent sprach Günter Walle von den Bürger-Energiegenossenschaften Bliesgau. In seinem Vortrag erläuterte er unter anderem Möglichkeiten zur Nutzung von Photovoltaik, den Einsatz von Wärmepumpen sowie Beteiligungsmodelle über Energiegenossenschaften. Laut Veranstaltern zeigte die anschließende Diskussion mit zahlreichen Fragen aus dem Publikum ein großes Interesse an konkreten Maßnahmen.
Katrin Lauer, Sprecherin des Stadtverbands, betonte die Bedeutung lokaler Initiativen. Die Energiewende sei keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern finde bereits vor Ort statt. Jede und jeder könne dazu beitragen.
Thematisiert wurden zudem wirtschaftliche Aspekte. Nach Angaben der Grünen könnten Investitionen in Photovoltaik, Wärmepumpen und Elektromobilität nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch helfen, unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu werden und die regionale Wirtschaft zu stärken.
Neben praktischen Lösungen wurde auch politische Kritik geäußert. Die Veranstalter bewerteten frühere energiepolitische Entscheidungen des Bundes kritisch und warfen der damaligen Bundesregierung vor, Chancen beim Ausbau der Solar- und Erneuerbaren-Branche nicht ausreichend genutzt zu haben. Auch aktuelle industriepolitische Positionen, die stärker auf fossile Energieträger wie Gas setzen, wurden skeptisch beurteilt.
Andreas Filler erklärte zum Abschluss, die Richtung stimme grundsätzlich, nun müsse das Tempo jedoch gehalten werden. Es gehe um den Wirtschaftsstandort, die Klimaziele und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
Nach Einschätzung des Stadtverbands zeigte die Veranstaltung, dass das Thema Energiewende in der Bevölkerung weiterhin auf großes Interesse stößt.


