Im Kirchenwald bei Ormesheim sollen ab September zahlreiche abgestorbene und schwer geschädigte Buchen entfernt werden. Die Arbeiten am Heidekopf sollen vor allem die Sicherheit von Forstbeschäftigten und Erholungssuchenden gewährleisten.
Betroffen sind Waldflächen im Umfeld der Waldruhestätte. Das Gebiet nutzen viele Menschen zum Wandern und Reiten. Nach Angaben der Gemeinde Mandelbachtal sind einige Bäume bereits nicht mehr standsicher; herabfallende Äste oder brechende Stämme könnten deshalb zur Gefahr werden.
Förster Hannes Born führt die Schäden auf die Trockenheit und Hitze der vergangenen Jahre zurück. Die Buchen am exponierten Heidekopf stehen auf lehmigem Kalkboden und sind für längere Dürreperioden weniger gut angepasst. Seit 2018 habe der Bestand wiederholt unter Wassermangel gelitten. Im Frühjahr 2026 fiel im Saarland demnach nur etwa die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge, anschließend folgte ein außergewöhnlich warmer Juni.
Der Einschlag erfolgt nach Darstellung der Gemeinde nicht vorrangig aus wirtschaftlichen Gründen. Mit fortschreitender Zersetzung verliert das abgestorbene Buchenholz an Festigkeit, wodurch die Fällarbeiten riskanter werden. Zugleich soll der Boden genutzt werden, solange er für Forstmaschinen ausreichend trocken und tragfähig ist. Bei stärkeren Herbstniederschlägen könnte der lehmige Untergrund durchnässen.
Aus dem betroffenen Gebiet erwartet die Gemeinde einen Holzertrag von etwa 500 Festmetern. Die Arbeiten sollen nach den Vorgaben einer zertifizierten nachhaltigen Waldbewirtschaftung erfolgen. Andere von Born betreute Waldflächen seien von einem vergleichbaren Schadensbild nicht betroffen.
Im Unterwuchs wachsen bereits junge Bergahorne, Buchen und Eschen. Für die weitere Entwicklung des Waldes kommen nach Einschätzung des Försters außerdem stärker wärme- und trockenheitsverträgliche Arten wie Eiche, Elsbeere und Feldahorn infrage. Konkrete Sperrzeiten für Wege nennt die Gemeinde in ihrer Information noch nicht.

