St. Ingbert. Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr St. Ingbert. Zwischen Donnerstagabend und Samstagnachmittag rückten die Einsatzkräfte zu mehreren unterschiedlichen Einsätzen aus – von einem umgestürzten Baum über ausgelöste Brandmelde- und Rauchwarnanlagen bis hin zu zwei Drehleiterrettungen und einem Heckenbrand direkt an einem Wohngebäude. Mit einem Rettungseinsatz am Samstagmittag verzeichnete der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte zugleich seinen 200. Einsatz im Jahr 2026.
Den Auftakt machte am Donnerstagabend gegen 19.40 Uhr ein Einsatz auf der Landesstraße 111 zwischen Oberwürzbach und Niederwürzbach. Ein Pkw hatte einen in die Fahrbahn ragenden Baum gestreift. Die Feuerwehr beseitigte das Hindernis und übergab die Einsatzstelle anschließend an die Polizei.
Am Freitagvormittag wurde gegen 10.30 Uhr die Brandmeldeanlage des Kreiskrankenhauses St. Ingbert ausgelöst. Aufgrund des sensiblen Objekts rückte die gesamte Feuerwehr der Stadt aus. Bei der Kontrolle des betroffenen Bereichs konnten jedoch weder Rauch noch Feuer festgestellt werden, sodass rasch Entwarnung gegeben wurde. Insgesamt waren sieben Fahrzeuge mit 41 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Einsatz.
Nur wenige Stunden später unterstützte die Feuerwehr gegen 17.50 Uhr den Rettungsdienst in der Schulstraße in Hassel. Mithilfe der Drehleiter wurde ein Patient schonend aus dem ersten Obergeschoss gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Während der Rettungsmaßnahmen musste die Straße vollständig gesperrt werden.
Am Abend rückten die Einsatzkräfte erneut aus. Gegen 20.15 Uhr meldeten Anwohner einen ausgelösten Rauchwarnmelder in der Kirchhofstraße in Rohrbach. Zwar war das Warnsignal deutlich zu hören, Hinweise auf Rauch oder Feuer gab es jedoch nicht. Nachdem der Bewohner telefonisch erreicht worden war und zur Wohnung zurückkehrte, konnte gemeinsam Entwarnung gegeben werden. Ein Brand lag nicht vor.
Auch am Samstag setzte sich die Einsatzserie fort. Gegen 12.30 Uhr wurde die Drehleiter erneut zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. In der Dr.-Schulthess-Straße in St. Ingbert-Mitte retteten die Feuerwehrkräfte einen Patienten aus einem Obergeschoss.
Mit diesem Einsatz erreichte der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte einen besonderen Meilenstein. „Mit diesem Einsatz erreichte der Löschbezirk St. Ingbert-Mitte seinen 200. Einsatz im Jahr 2026 – ein eindrucksvoller Wert, der die hohe Einsatzdichte und das Engagement der ehrenamtlichen Kräfte unterstreicht.“
Am Nachmittag wurden die Einsatzkräfte schließlich zu einem Brand in die Poststraße alarmiert. Gegen 15.30 Uhr standen Bäume und Hecken unmittelbar an einem Gebäude in Flammen. Mit zwei C-Rohren gelang es der Feuerwehr, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen und gleichzeitig das Wohnhaus sowie in der Nähe abgestellte Fahrzeuge durch eine sogenannte Riegelstellung vor den Flammen zu schützen. Mithilfe einer Wärmebildkamera überprüften die Einsatzkräfte anschließend die angrenzende Bebauung auf versteckte Glutnester. Im Bereich der Hecke waren zudem umfangreiche Nachlöscharbeiten im Erdreich erforderlich.
Für die Dauer der Löscharbeiten musste die Poststraße vollständig gesperrt werden, da Löschwasser aus einem Unterflurhydranten entnommen wurde. Der Verkehr wurde über einen nahegelegenen Parkplatz umgeleitet. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge und 23 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte rund eine Stunde im Einsatz.

