Die Familien-Partei im Stadtrat St. Ingbert will die kommunale Hitzevorsorge zum Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Biosphäre und Umwelt machen. Die laufende Sanierung der Ludwigschule soll dabei als konkreter Prüffall dienen.
Die Fraktion hat für die nächste Sitzung den Tagesordnungspunkt „Kommunale Hitzevorsorge – St. Ingbert systematisch auf zunehmende Hitzeperioden vorbereiten“ beantragt. Nach ihrer Vorstellung soll die Stadt künftig bei Planungen, Sanierungen und Investitionen frühzeitig prüfen, wie sich Gebäude und öffentliche Räume gegen hohe Temperaturen wappnen lassen.
Roland Körner, Vorsitzender der Familien-Partei-Fraktion, nennt als mögliche Maßnahmen unter anderem Verschattung, Begrünung, den Erhalt und die Neupflanzung von Bäumen sowie Entsiegelung und Regenwasserrückhalt. Auch Schulhöfe, Straßen, Plätze und bislang unbebaute Flächen sollen in die Überlegungen einbezogen werden. Die Fraktion warnt davor, das Thema nur während einzelner Hitzeperioden zu behandeln.
Besonders rasch soll die Stadt nach dem Willen der Partei die Wärmebelastung an der Ludwigschule untersuchen. Dabei gehe es nicht ausschließlich um Klimaanlagen. Die Verwaltung solle auch prüfen, ob sich Verschattung, Nacht- und Querlüftung, Begrünung, Baumpflanzungen oder eine andere Gestaltung der Außenflächen noch in die laufende Sanierung integrieren lassen. Außerdem will die Familien-Partei wissen, welche Kosten entstehen und ob Fördermittel verfügbar sind.
Darüber hinaus fordert die Fraktion eine schrittweise Bestandsaufnahme regelmäßig genutzter städtischer Gebäude. Erfasst werden sollen Wärmebelastungen, vorhandener Hitzeschutz und der jeweilige Handlungsbedarf. Nach den Vorstellungen der Partei könnte daraus ein kommunaler Handlungsrahmen entstehen, der Maßnahmen nach Dringlichkeit, Betroffenheit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ordnet. Ob der Ausschuss den Antrag berät oder ihm folgt, ist in der vorliegenden Mitteilung noch nicht dokumentiert.

