St. Ingbert – Mit breiter Mehrheit haben CDU, Freie Wähler, Grüne, Familien-Partei und FDP im zuständigen Ausschuss einen gemeinsamen Antrag beschlossen, um die Schwimmausbildung in St. Ingbert gezielt zu fördern. Ziel ist es, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern sowie die Ausbildung von Rettungsschwimmern zu stärken.
Konkret sieht der Beschluss folgende Maßnahmen vor: Ab dem Jahr 2025 stellt die Stadt jährlich 4.000 Euro als Sonderzuschuss für die Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ und „Bronze“ bereit. Die Mittel sollen anteilig an Vereine ausgezahlt werden, die diese Abzeichen erfolgreich abnehmen. Zusätzlich wird ein jährlicher Sonderzuschuss in Höhe von 1.000 Euro für den Erwerb oder den Erhalt des Rettungsschwimmerabzeichens (Silber oder Gold) bereitgestellt.
Zudem ist eine schrittweise Erhöhung der allgemeinen Vereinsförderung für schwimmsporttreibende Vereine geplant – von aktuell 25 Prozent auf 40 Prozent bis zum Jahr 2028. Eine Evaluation ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Die Auszahlung an die Vereine soll leistungsbezogen erfolgen. Für die Abrechnung ist ein standardisiertes Formular mit Zustimmung der Eltern zur Kontaktaufnahme einzureichen. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sollen zudem zur städtischen Sportlerehrung eingeladen werden.
Zur Finanzierung der Maßnahmen wird vorgeschlagen, Mittel aus dem Mietvertrag mit der Bäderbesitzgesellschaft mbH umzuwidmen. Der maximale jährliche Mehraufwand liegt bei bis zu 8.225 Euro.
Die Fraktionen möchten mit dem Antrag ein klares Signal für mehr Prävention, Ehrenamt und Unterstützung junger Familien setzen. Ziel sei es, mehr Kindern das sichere Schwimmen zu ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit in Bädern und an Gewässern durch die Ausbildung von Rettungsschwimmern zu erhöhen.

