Mit einer Kranzniederlegung hat die Stadt St. Ingbert an den ersten Todestag ihres Ehrenbürgers Albrecht Herold erinnert. Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und der stellvertretende Ortsvorsteher Fabian Roschy legten am 2. Juli an Herolds Grab einen Kranz nieder und würdigten dessen langjähriges politisches und gesellschaftliches Wirken.
Albrecht Herold wurde am 20. August 1929 in St. Ingbert geboren und war über Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit der saarländischen Politik. Von 1965 bis 1994 gehörte er dem Saarländischen Landtag an. Nach seiner Tätigkeit als Abgeordneter und Erster Vizepräsident übernahm er 1980 das Amt des Landtagspräsidenten, das er bis 1994 ausübte.
Neben seiner parlamentarischen Arbeit engagierte sich Herold als Gewerkschafter und setzte sich insbesondere für die Belange der Arbeitnehmer sowie der saarländischen Stahlindustrie ein. Auch seiner Heimatstadt blieb er eng verbunden. Zu seinen Initiativen zählt unter anderem die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft auf der Alten Schmelz, die zur Entwicklung des historischen Quartiers beitragen sollte.
Für sein politisches und gesellschaftliches Engagement erhielt Herold zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband sowie den Saarländischen Verdienstorden. Die Stadt St. Ingbert verlieh ihm zudem die Ehrenbürgerwürde.
Anlässlich des Gedenkens würdigte Oberbürgermeister Meyer Herold als überzeugten Demokraten und Brückenbauer, der sich über viele Jahre mit großem Verantwortungsbewusstsein für die Menschen im Saarland und insbesondere in St. Ingbert eingesetzt habe. Die Stadt werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


