Die FDP Saarlouis hat den mutmaßlichen Angriff auf das Rathaus Saarlouis scharf kritisiert. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mehrere Fensterscheiben des Gebäudes beschädigt. Die Ermittlungen wurden vom Staatsschutz übernommen.
Nach Angaben der Liberalen wird geprüft, ob ein Zusammenhang mit dem Hissen einer israelischen Flagge anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstages besteht.
Der Vorsitzende der FDP Saarlouis, Peter Reiter, erklärte, ein solcher Vorfall stelle unabhängig vom endgültigen Ermittlungsergebnis einen Angriff auf demokratische Institutionen und die offene Gesellschaft dar. Gewalt oder Sachbeschädigung dürften nicht legitimiert werden.
Auch die FDP-Stadtverordnete Gudrun Bierbrauer-Haupenthal äußerte sich zu dem Vorfall. Sie bezeichnete es als erschreckend, wenn bereits ein Zeichen der Solidarität mit Israel aggressive Reaktionen hervorrufe. Dies zeige Probleme wie Intoleranz, Antisemitismus und eine zunehmende gesellschaftliche Verrohung.
Die Partei betonte zugleich ihre Unterstützung für die Entscheidung der Stadtverwaltung, die israelische Flagge am Rathaus zu hissen. Dies sei ein Ausdruck von Haltung und Solidarität und keine Provokation.
Die FDP Saarlouis fordert eine umfassende Aufklärung der Tat sowie konsequente strafrechtliche Folgen für mögliche Täter. Darüber hinaus sprach sich der Ortsverband dafür aus, als Stadtgesellschaft gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus, Gewalt und politisch motivierte Kriminalität zu setzen.
Zugleich dankte die Partei der Stadtverwaltung sowie den eingesetzten Kräften für ihr Vorgehen nach dem Vorfall.


