- In der Ulanenstraße wurden Pflanzkübel und eine Querungshilfe eingerichtet
- Maßnahme soll Verkehr beruhigen und Sicherheit insbesondere für Kinder erhöhen
- Nach rund sechs Monaten ist eine Auswertung mit Anwohner-Rückmeldungen geplant
In der Ulanenstraße im Saarlouiser Stadtteil Fraulautern hat eine Testphase zur Verkehrsberuhigung begonnen. Wie die Stadt mitteilte, wurden dort vier große Pflanzkübel mit kleinkronigen Bäumen aufgestellt sowie eine neue Querungshilfe eingerichtet. Ziel der Maßnahme sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Aufenthaltsqualität im Quartier zu verbessern.
Besondere Bedeutung komme dabei der Lage der Straße zu: In der Ulanenstraße befindet sich die katholische Kindertagesstätte Hl. Dreifaltigkeit. Nach Angaben der Stadt werde die Straße täglich von zahlreichen Kindern, Eltern und Familien genutzt. Durch die optische Verengung der Fahrbahn und die neue Querungshilfe solle die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer erhöht und die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs reduziert werden.
Die Initiative für die Verkehrsberuhigung geht laut Stadtverwaltung auf die Quartierskonferenz Fraulautern zurück. Das Gremium wurde im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt Fraulautern“ eingerichtet. Dort hätten Bürgerinnen und Bürger wiederholt mehr Sicherheit und eine Verkehrsberuhigung gefordert.
An der Umsetzung beteiligt waren nach Angaben der Stadt unter anderem Oberbürgermeister Marc Speicher, Bürgermeister Carsten Quirin, Beigeordneter Gerald Purucker, die Stabsstelle Sozialer Zusammenhalt, das Quartiersmanagement Fraulautern, die Verkehrsplanung sowie der Neue Betriebshof Saarlouis.
Für die Gestaltung der Maßnahme wurden nach Angaben der Stadt bereits vorhandene Pflanzkübel wiederverwendet. Schülerinnen und Schüler der Martin Luther King Gemeinschaftsschule gestalteten diese gemeinsam mit der Künstlerin Lioba Amann mit Graffiti-Motiven.
Bepflanzt wurden die Kübel unter anderem mit Hochstamm-Magnolien, Erdbeeren und Taglilien. Die Kombination aus Begrünung, Kunst und Verkehrsberuhigung solle zu einem attraktiveren Straßenbild beitragen.
Nach Abschluss der rund sechsmonatigen Testphase will die Stadt die Erfahrungen und Rückmeldungen der Anwohnerinnen und Anwohner auswerten. Anschließend soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.


