Bei einem Betriebsunfall in einem Entsorgungsunternehmen in einem Saarlouiser Gewerbegebiet sind am Dienstagnachmittag zwei Mitarbeiter schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 16 Uhr in einer geschlossenen Industriehalle.
Ersten Erkenntnissen zufolge trat dort Schwefelwasserstoff aus. Die beiden Beschäftigten erlitten dabei schwere Verletzungen und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Neben mehreren Rettungswagen kamen auch zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz.
Wegen einer möglichen Geruchsbelästigung für Anwohnerinnen und Anwohner wurde über die Warn-App NINA vorsorglich eine Gefahrenmeldung für das Stadtgebiet Saarlouis veröffentlicht. Die Feuerwehr rückte unter anderem mit dem ABC-Zug an und führte Messungen im Umfeld des Betriebs durch.
Nach Abschluss der ersten Untersuchungen konnte eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeschlossen werden. Die Warnung diente nach Angaben der Einsatzkräfte ausschließlich einer vorsorglichen Information während des laufenden Einsatzes.
An dem etwa dreistündigen Einsatz waren neben Feuerwehr und Polizei auch zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes beteiligt. Während der Maßnahmen sperrte die Polizei mehrere Straßen im Gewerbegebiet. Dadurch kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.
Die Ursache für den Austritt des Schwefelwasserstoffs ist bislang unklar. Die Ermittlungen zum Hergang des Betriebsunfalls dauern an.


