Sonntag, Januar 24, 2021

LEV Gymnasien: Erneuter Lockdown erfordert ein Umdenken in der saarländischen Bildungspolitik

Politik

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Der Vorstand der Landeselternvertretung der Gymnasien bleibt bei seiner Grundeinstellung: “Keine noch so gute Fernbeschulung kann auch nur im Ansatz den Wert des Präsenzunterrichts erreichen. Dennoch wirbt das Ministerium für eine Online-Schule, die immer noch nicht über das Prädikat ‘ausreichend’ hinauskommt. Andere Lösungen, die deutlich besser sind, will die Ministerin einfach nicht zur Kenntnis nehmen”, sagt die Vorsitzende Katja Oltmanns. Dennoch begrüßt sie die Entscheidung, die Schulen nun zu schließen: “Das aktuelle Pandemiegeschehen macht diese Maßnahme leider alternativlos.”

Erneuter Lockdown erfordert ein Umdenken in der saarländischen Bildungspolitik – kein Langzeitkonzept für die Schulen erkennbar

Ärgerlich, dass die Bildungsverantwortlichen immer wieder Wort-Konstrukte wie ‚Hybrid- oder Distanzunterricht‘ übernehmen, die nicht das aussagen, was sie eigentlich bedeuten: nämlich Worthülsen ohne Inhalt. Auch die GEW stimmt seit den Sommerferien froh und frei in diesen Gesang ein, ohne zu hinterfragen, was mit den von der ‚Bildungsgerechtigkeit‘ abgehängten Kindern zukünftig geschehen soll. “Die LEV Gym fordert erneut, passgenaue Maßnahmen für die Schulen zu ermöglichen, ggf. mit einer neuen Verordnung, die es den Schulen erlauben, eigenständige Entscheidungen zu treffen. Dies gilt besonders für die Zeit nach den 10. Januar 2021”, sagt Patric Cordier, der stellvertretende Vorsitzende. “In den vom Schulmitbestimmungsgesetz vorgegebenen Schulkonferenzen sitzen Menschen, die die individuellen Gegebenheiten vor Ort kennen und somit passgenaue Lösungen finden können. Besser als Ferndiagnosen aus entfernten Amtsstuben oder ministerialen Elfenbeintürmen.”


Die LEV Gym weist darauf hin, dass das sogenannte ‚Distanzlernen‘ für alle, die immer noch keine Endgeräte und keinen Zugang zum Internet haben, erneut zur unterrichtsfreien Zeit wird, Zeit ohne Bildung.  Alle anderen, die halbwegs gut technisch ausgestattet und ins Netz angebunden sind, bleibt immerhin noch die Möglichkeit, eigenständig Aufgaben zu erledigen, um nicht völlig den Lernstoff zu vergessen. “Bildung – und damit ist u.a. ein Lernfortschritt gemeint – wird im Distanzunterricht nicht erzielt”, betont Oltmanns, “deshalb ist es einmal mehr notwendig, darauf hinzuweisen, dass die entstehenden Rückstände auch irgendwann einmal aufgearbeitet werden müssen. Sicherlich ist es aufgrund der hohen Fallzahlen notwendig, vielfältige Möglichkeiten auszuschöpfen: weniger Leistungsnachweise, reduzierte Prüfungsansprüche, Verschiebung von Abschlussprüfungen oder Versetzung in die nächste Klassenstufe. Doch niemand beantwortet bisher die Frage: was kommt danach?”


Bereits vor Monaten hat die LEV Gym kritisiert, was bisher nur der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbands, Herr Meidinger, geäußert hat: Wo bleibt das Langzeitkonzept, um diese Lerndefizite zu beheben? Welche Zusatzförderungen sind möglich? Wie stellen wir sicher, dass nicht eine ganze Generation von Schülern abgehängt wird? Es wird wahrscheinlich kein Weg daran vorbeiführen, auch einer beträchtlichen Gruppe an Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, freiwillig ein Zusatzjahr einzulegen.

 Verschiebung der Prüfungen ist Erfolg der LEV Gym

“Mit der Verschiebung der Prüfungen aller Bildungsabschlüsse hat die Ministerin endlich den Vorschlag der LEV Gym aufgegriffen, den Druck auf Lernende wie Lehrende zu reduzieren”, sagt Oltmanns, “vielleicht sollte sie öfter den pragmatischen Lösungsansätzen aus Reihen der Elternvertretungen ein Ohr schenken. Dazu könnte auch gehören, die Faschingsferien entfallen zu lassen und das Abitur 2021 um vier Wochen zu verschieben.”

Gez.  Vorstand LEV Gymnasien

Katja Oltmanns und Patric Cordier

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