StartKulturBücherLiteratur jenseits von Klischees: Queer-feministischer Lesekreis lädt zur Diskussion

Literatur jenseits von Klischees: Queer-feministischer Lesekreis lädt zur Diskussion

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Saarbrücken. Literatur kann Spiegel der eigenen Identität sein oder ein Fenster in fremde Lebenswelten öffnen. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Format „Queergelesen“ an. Der queer-feministische Lesekreis, eine Kooperation der FrauenGenderBibliothek Saar und des AK Queer der Universität des Saarlandes, lädt am Mittwoch, den 21. Januar 2026, zur nächsten Runde ein.

Sichtbarkeit und Empathie durch Literatur

Das Konzept des offenen Literaturtreffs geht über reine Buchbesprechungen hinaus. Im Fokus stehen Werke und Filme, die lesbische, schwule, bisexuelle, trans und weitere queere Perspektiven beleuchten. Die Veranstalter verfolgen damit ein doppeltes Ziel: Einerseits schaffen sie einen Raum, in dem sich queere Menschen in medialen Darstellungen wiederfinden können. Andererseits bietet der Kreis für Heterosexuelle die Möglichkeit, durch die Beschäftigung mit anderen Lebensrealitäten Vorurteile abzubauen.

Die Initiatoren sind überzeugt: „Die damit zusammenhängende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erwartungen lässt Stereotypen und Klischees hinterfragen.“ Durch die gemeinsame Diskussion soll die Vielfalt menschlichen Lebens und Liebens sichtbar gemacht werden.

Niederschwelliger Zugang

Die Hürden für eine Teilnahme sind bewusst niedrig gehalten. Die offene Gruppe trifft sich regelmäßig an jedem dritten Mittwoch im Monat. Wer teilnehmen möchte, muss sich nicht langfristig binden – auch ein unregelmäßiger Besuch ist möglich. Besonders einladend für Interessierte mit wenig Zeit: Eine Teilnahme ist explizit „auch ohne vorherige Lektüre des Buches“ möglich. Die Auswahl der besprochenen Titel erfolgt demokratisch in der Gruppe.

Buch des Monats: „Vagabonds!“

Für den Termin am 21. Januar steht ein besonderes Werk auf dem Programm: „Vagabonds!“ von Eloghosa Osunde. Da der Roman bisher noch nicht auf Deutsch erschienen ist, wird die englische Originalausgabe besprochen. Der Verlagstext verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Leben in der nigerianischen Metropole:

„In the bustling streets and cloistered homes of Lagos, a cast of vivid characters—some haunted, some defiant—navigate danger, demons, and love in a quest to lead true lives.“

Termin und Ort

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Treffpunkt ist die FrauenGenderBibliothek Saar in der Großherzog-Friedrich-Str. 111 in Saarbrücken. Um allen Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, wird zudem eine Online-Zuschaltung angeboten; Interessierte können sich hierfür bei den Veranstaltern melden.

Weitere Informationen zur Arbeit der FrauenGenderBibliothek Saar und des AK Queer finden sich auf den jeweiligen Webseiten und Social-Media-Kanälen der Organisationen.

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