Sonntag, Februar 28, 2021

Massiver Strompreisanstieg und schlechtere Versorgungssicherheit durch beschleunigten Kohleausstieg

Politik

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Eine Analyse zur ersten Tagung der Kohlekommission am 23.08.2018 von Dr.-Ing. Herbert Moll

 

Die große Koalition in Berlin zeigt uns nach der Sommerpause wieder ihr wahres Gesicht in Sachen Inkompetenz bei der Umsetzung der sogenannten Energiewende in der Stromversorgung. So wird der Merkel`sche Plan eines be-schleunigten Kohleausstiegs noch vor 2030 wieder ein Thema. Am 23.08.2018 trat nun erstmals die sogenannte Kohlekommission zusammen, die konkrete Empfehlungen zum Kohleausstieg bei der deutschen Stromversorgung erarbeiten soll. Dabei ist heute schon klar, dass ein solcher beschleunigter Kohleausstieg den Stromkunden viel Geld kosten wird.

Nach Recherchen des Handelsblatts wird der Strompreis in Deutschland durch einen beschleunigten Ausstieg aus der Kohleverstromung um mindestens weitere 20% ansteigen. Und das obwohl Deutschland bereits jetzt europäischer Spitzenreiter in Sachen Strompreise ist. So wird sich dann die Kilowattstunde, die heute für den privaten Stromkunden etwa 25 Cent kostet, auf mindestens 30 Cent verteuern.

Dies macht vor allem den Wirtschaftsverbänden Sorgen, deren Mitgliedsbetriebe, vor allem solche die ein energieintensives Portfolio besitzen, auf einen moderaten Strompreis und eine hohe Versorgungssicherheit angewiesen sind.

So soll die Kohlekommission hier Lösungswege erarbeiten, wobei die Ergebnisse Ihrer Arbeit von der Politik absurderweise im Wesentlichen bereits vorgegeben wurden. Die Absicht der großen Koalition, bereits vor 2030 nicht nur die restlichen Atomkraftwerke sondern auch die Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, könnte auch von den Grünen kommen und wird natürlich von verschiedenen in der Kommission vertretenen Kräften, wie zum Beispiel dem Greenpeace-Sprecher noch als zu zögerlich bezeichnet.

Wenn es auch seitens der Grünen und Greenpeace nicht weiter verblüfft, dass diese sich nicht um den Aspekt der Versorgungssicherheit scheren, weil sie ja eigentlich zurück zum Agrarstaat Deutschland wollen und den Verlust der Elektrizitäts-Versorgungssicherheit für Industrie und Bevölkerung als untergeordnet oder gar erwünscht betrachten, so verwundert diese Haltung bei CDU/CSU und SPD doch deutlich und dokumentiert wieder einmal die Realitätsferne der Bundesregierung unter Merkel.

Auch die Zusammensetzung der sogenannten Kohlekommission ist zu kritisieren, da wieder einmal in großen Teilen fachfremde Kräfte, die von Energieversorgung wenig bis gar keinen Schimmer haben, über die Zukunft der deutschen Stromversorgung und auch über deren Versorgungssicherheit entscheiden sollen. Es scheint fast, als ob die Regierung Merkel hier fast schon vorsätzlich nach Inkompetenz gesucht und diese offenbar auch gefunden hat.

Die Preistreiberei, die durch eine völlig verfrühte Abschaltung von Kohle-Grundlastkraftwerken ausgelöst wird, wird vor allem den gemeinen Stromkunden treffen, und für die höheren Preise werden ihm dann auch noch häufige Stromausfälle zugemutet werden. Der bereits geäußerte Gedanke, Kohlekraftwerke durch Gasturbinenkraftwerke zu ersetzen, bringt bezüglich der Gesamt-CO2-Emissionen nur eine äußerst geringe Einsparung und macht uns weiter vom Gaslieferanten Russland abhängig. Außerdem müssten diese erst noch gebaut werden, was auch einen Zeitraum von ca. 10 Jahren beansprucht. Gasturbinenkraftwerke sind klassische Spitzenlast-Kraftwerke , die für den Grundlastbetrieb eigentlich zu teuer sind. Außerdem werden wir diese dann dringend benötigen, um die großen zeitlichen Lücken der Windstromproduktion auszugleichen, da sie als einzige konventionelle Kraftwerksart (außer Diesel-Kraftwerken) schnell gestartet und auch wieder abgeschaltet werden können. Das wird jedoch definitiv nicht genügen, den Wegfall der Grundlastkraftwerke (Kernkraft bis 2022, Braunkohle bis 2025, Steinkohle bis 2030) zu kompensieren, die bis heute etwa 60% des gesamten Strombedarfs decken.

Gleichzeitig ignoriert die Bundesregierung, hier aber vereint mit den Grünen, weiterhin die Probleme der sehr ungleichmäßigen Windstromproduktion und der saisonal extrem unterschiedlichen Solarstrom-Erträge in sträflicher Weise. So  fehlt bis heute ein Plan zum Aufbau von großtechnischen Speichertechnologien, welcher Art auch immer, die den überschüssigen Wind- und Solarstrom zwischenspeichern könnten. Ohne dass diese kostenintensiven Technologien öffentlich gefördert und auch schnellstens in konkreten Projekten umgesetzt werden, wird die verfrühte Abschaltung von Kohlekraftwerken zum Verlust der Versorgungssicherheit in der Stromerzeugung führen und damit den Industriestandort Deutschland massiv beschädigen. Hier muss endlich wieder technische Vernunft zur Richtschnur werden, die Ihre Informationen nicht nur von pseudowissenschaftlich arbeitenden Instituten wie AGORA herleitet, das seine Empfehlungen bereits seit längerem nach den Vorgaben des Kanzleramtes ausrichtet, obwohl es sich in seiner Hybris und unter Verkennung der Realität als unabhängig bezeichnet.

Es wird nicht nur der Strompreis ansteigen, sondern wir Verbraucher sind dann auch noch gehalten, für die dann zu erwartenden und länger andauernden Stromausfälle für einen Ausgleich zu sorgen. So werden alle Haubesitzer über die Anschaffung eines Notstromaggregats nachdenken müssen, um die notwendige Infrastruktur ihrer Häuser (z.B. Heizung, Waschmaschinen u.Ä.) auch in solchen Zeiten am Laufen zu halten. Auch das wird viel Geld kosten und im Übrigen Deutschland auf den technischen Stand eines unterentwickelten Dritte-Welt-Landes zurückwerfen.

Nach einem Sommer, den die Klima-Wissenschaftsmafia wieder zum Beschwören des Klimawandels genutzt hat um nicht nur den Deutschen einzureden, dass der CO2-Ausstoß Deutschlands und Europas das große Problem wäre, muss einmal sachlich festgestellt werden, dass diese These bisher nur eine bloße Annahme ist, deren Aussage auf Klimamodellen beruht, die eine Reihe von Annahmen und willkürlichen Definitionen zugrunde legen, die wiederum keinen Anspruch auf Anerkennung als physikalische Gesetzmäßigkeit erheben können. Sie haben den wissenschaftlichen Rang von unbewiesenen Behauptungen. Wie die Erdgeschichte zeigt, sind auch noch andere Ursachen für die in den letzten 50000 Jahren seit der letzten Eiszeit bereits

stattfindende Erderwärmung denkbar. Das von diesen Panik versprühenden selbsternannten Klimapropheten aktuell gezeichnete Bild einer überhitzten Welt ist reine Angst- und Meinungsmacherei, um Ihre obskuren Forderungen und Ziele durchzusetzen. Leider gehen Ihnen auch Politiker mangels ausreichendem Sachverstand auf den Leim.

Zwar müssen wir langfristig, was etwa 50…100 Jahre bedeutet, den Verbrauch von fossiler Energie, insbesondere Kohle für die Stromerzeugung, verlassen, aber dies gebietet keine Klimawandel-Panikmache sondern lediglich die Endlichkeit der Rohstoffe.

Selbst wenn wir einmal unterstellen, dass die CO2-These ansatzweise korrekt wäre, sollten wir uns im Klaren sein, wer derzeit die größten Emittenten von Kohlendioxid sind:

USA, China und Indien. Besonders in beiden letzteren Nationen kann in den nächsten Jahrzehnten mit einer massiven Erhöhung der CO2-Emissionen gerechnet werden.

Hingegen war die Konzentration des Kohlendioxids in der Atmosphäre in den letzten 250 Millionen Jahren nahezu immer auf Werten zwischen 1% und 6% (heute 0,4%), ohne dass die mittlere Erdtemperatur höher gewesen sein sollte als heute. Wesentlich wahrscheinlicher ist es daher die astronomische Erklärung des Klimawandels, dass dieser durch die langjährigen Schwankungen der Erdumlaufbahn um die Sonne innerhalb von etwa hunderttausend Jahren verursacht wird.

Es ist unbestreitbar, dass der anthropogene Anstieg der CO2-Emmissionen existiert, jedoch dürfen die daraus abgeleiteten Modelle für die Klimaveränderung auf der Erde nicht als gültiges physikalisches Gesetz missdeutet werden. Vielmehr sind  sie nur als eine mögliche Hypothese unter mehreren zu betrachten, die erst in Jahrzehnten oder Jahrhunderten bezüglich ihres Wahrheitsgehaltes exakt bewertet werden können.

Diese Sichtweise schmerzt natürlich alle leidenschaftlichen Weltuntergangspropheten, die sich schon schön-schaurig auf den Weltuntergang vorbereiten, ist jedoch frei von Klimahysterie und unwissenschaftlichen Meinungsmanipulationen.

 

Dr. Herbert Moll

Vorsitzender des FDP Ortsverbands Quierschied

Mitglied im Landesvorstand der FDP Saar

Regionalverband Saarbrücken

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