Der erstmalige Aufstieg der SV Elversberg in die Fußball-Bundesliga hat weit über das Saarland hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den SC Preußen Münster berichteten nationale und internationale Medien ausführlich über den sportlichen Erfolg des Vereins aus der rund 13.000 Einwohner zählenden Gemeinde Spiesen-Elversberg.
Die sportliche Fachpresse hob vor allem die offensive Spielweise und die außergewöhnliche Entwicklung der SVE hervor. Laut der Analyse von „kicker“ und Fussballdaten.de stellte Elversberg mit 64 Saisontoren die beste Offensive der 2. Bundesliga und überzeugte im entscheidenden Saisonfinale mit einem frühen Doppelschlag gegen Münster. Das Magazin „RevierSport“ sprach von einer dominanten Vorstellung der Saarländer und beschrieb Münster als „chancenlos“. Gleichzeitig griff das Blatt die besonderen Rahmenbedingungen des kleinen Vereins auf – etwa die improvisierte Feier mit einem Baugerüst als Rathausbalkon-Ersatz.
Das Fußballmagazin „11 Freunde“ analysierte vor allem die strukturelle Entwicklung des Vereins. Trotz des Weggangs wichtiger Spieler und Verantwortlicher sei es dem neuen Trainer Vincent Wagner gelungen, die sportliche Identität der Mannschaft zu bewahren und den Verein weiterzuentwickeln.
Auch überregionale Medien widmeten dem Aufstieg große Aufmerksamkeit. Die „Süddeutsche Zeitung“ thematisierte den Kontrast zwischen Bundesliga-Fußball und dörflicher Struktur. Dabei wurde unter anderem auf frühere Spötteleien über den „Dorfverein“ verwiesen. Der „Spiegel“ bezeichnete den Erfolg als „Fußball-Wunder von der Kaiserlinde“ und verwies zugleich auf infrastrukturelle Herausforderungen wie die fehlende direkte Bahnanbindung des Stadions. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sprach von der „wohl ungewöhnlichsten sportlichen Entwicklung der jüngeren Vergangenheit“ und bezeichnete Elversberg als einen der außergewöhnlichsten Bundesligisten der Geschichte.
Die Zeitung „Die Welt“ beleuchtete insbesondere die wirtschaftlichen Hintergründe des Erfolgs. Dabei wurde das von der Unternehmerfamilie Holzer geprägte Modell als regional verwurzelter Gegenentwurf zu klassischen Investorenstrukturen beschrieben. Trotz vergleichsweise geringer Transferausgaben habe sich der Verein durch gutes Scouting und nachhaltige Entwicklung etabliert. Die „Bild“-Zeitung feierte den Erfolg unterdessen als „Dorf-Wunder“ und zitierte Trainer Vincent Wagner mit den Worten: „Das war für uns eine Mondlandung. Jetzt steht die Reise zum Mars an.“
Auch international wurde der Aufstieg intensiv verfolgt. Die italienische Sportzeitung „Corriere dello Sport“ schrieb von einem Dorf, das gegen die Giganten des deutschen Fußballs antrete, und würdigte die „nie dagewesene Klettertour“ des Vereins. Französische Medien bezeichneten Elversberg als „gallisches Dorf“ des deutschen Fußballs und hoben die mutige Spielphilosophie der Mannschaft hervor. Die Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete die Geschichte weltweit unter der Überschrift „Small-town club Elversberg clinches Bundesliga promotion for the first time“. Dabei wurde auch SVE-Stürmer Luca Schnellbacher zitiert, der erklärte, es fühle sich „wie ein Traum“ an.
Unter den Zuschauern in der Ursapharm-Arena befand sich am Sonntag auch Anke Rehlinger, die den Sieg und den historischen Bundesliga-Aufstieg der SVE vor Ort verfolgte. Auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Sport gratulierten dem Verein im Anschluss an den Erfolg.
Heribert Ohlmann sprach von einem „großen Moment für den gesamten saarländischen Fußball“. Die SV Elversberg habe Fußballgeschichte geschrieben und das Saarland nach 33 Jahren wieder in die höchste deutsche Spielklasse geführt. Ohlmann gratulierte Mannschaft, Trainerteam sowie Präsident Dominik Holzer und Vizepräsident Swen Hoffmann. Zudem verwies er darauf, dass die SVE nun der vierte Bundesligist aus dem Saarland nach dem , Borussia Neunkirchen und dem FC 08 Homburg sei.
Auch Stephan Toscani gratulierte der Mannschaft und sprach von einem „tollen Erfolg für das Saarland“. Der Aufstieg zeige, was mit Leistung, professioneller Struktur und klarem Erfolgswillen möglich sei. Gleichzeitig verwies Toscani auf den vierten Champions-League-Titel in Folge des und sprach von einem besonderen Tag für den saarländischen Sport.
Auch die St. Ingbert und Oberbürgermeister Ulli Meyer würdigten den Erfolg der Elversberger. Meyer bezeichnete den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg als historischen Moment für das gesamte Saarland. Die Mannschaft habe mit Spielfreude, Teamgeist und Leidenschaft begeistert und sei ein „großartiger Botschafter für unsere Region“. Besonders hob er zudem das Engagement der Familie Holzer hervor, die den Verein über Jahre hinweg aufgebaut habe.

