Saarbrücken. Am Samstag (11.04.2026) hat es in der Saarbrücker Innenstadt mehrere angemeldete Versammlungen gegeben. Die Polizei Saarland begleitete die Veranstaltungen nach eigenen Angaben mit einem angepassten Kräfteeinsatz und sorgte für einen insgesamt reibungslosen Ablauf. Größere Störungen blieben aus.
Ab 12:00 Uhr nahmen an der Versammlung „Gegen Linksextremismus“ auf dem
Bahnhofsvorplatz und dem anschließenden Aufzug durch die Saarbrücker Innenstadt
ca. 20 Personen teil. Hierzu formierte sich spontan in der Reichsstraße eine
Gegenversammlung mit etwa 40 Teilnehmenden, welcher der angemeldeten Versammlung
„Gegen Linksextremismus“ über die gesamte Wegstrecke folgte. Abgesehen von
wechselseitigen verbalen Provokationen kam es zu keinen größeren Störungen. Die
Versammlungen waren gegen 13:30 Uhr beendet.
Ab 13:00 Uhr fand auf dem Landwehrplatz die angemeldete Versammlung unter dem
Motto „PRÜF (Prüfung rettet übrigens Freiheit)“, verbunden mit der Forderung,
dass „alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall
oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, durch das
Bundesverfassungsgericht überprüft werden sollen“ statt. Hieran nahmen in der
Spitze ca. 500 Personen teil. Auch hier formierte sich entsprechend der
Anmeldung ein Aufzug mit Zwischenkundgebungen durch die Innenstadt zurück zum
Landwehrplatz. Die Versammlung samt Aufzug verlief störungsfrei. Nach einer
Abschlusskundgebung wurde die Versammlung gegen 16:40 Uhr beendet.
Von 16:00 Uhr bis 17:10 Uhr versammelten sich ca. 150 Teilnehmende zu der
Thematik „Kritik an Rückforderung der Corona-Pandemie-Soforthilfen“ vor der
Europagalerie. Die Polizei spricht von einem störungsfreien Verlauf.
Während den Aufzügen kam es zu temporären Sperrmaßnahmen, u.a. der beiden Auf-
und Abfahrten der Anschlussstelle Wilhelm-Heinrich-Brücke (BAB 620), welche sich
jedoch auf ein absolut erforderliches Minimum beschränkten und somit keine
größeren Verkehrsbeeinträchtigungen zu verzeichnen waren.

