Großrosseln/Berlin. Was mit einem Gespräch im Klassenzimmer beginnt, endete in diesem Jahr für das Warndt-Gymnasium mit einem Ticket zum Bundesfinale nach Berlin: Die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Jugend debattiert“ wurde für die Schülerinnen und Schüler zu einer Erfolgsgeschichte – getragen von Argumentationskraft, Teamgeist und klarer Haltung.
„Zuhören, einmischen, Haltung zeigen“ – mit diesem Anspruch startete der Wettbewerb im Januar im eigenen Theatersaal. Acht Debattierende aus zwei Altersgruppen stellten sich unter den Augen eines engagierten Publikums aktuellen Streitfragen. In der Sekundarstufe I traten Mia Berger, Sarah Krieger, Marilú Toimil Spilker und Lola Schwarz an. In der Sekundarstufe II waren es Luis Liberado Weinberger, Noël Hahn, Lotta Heinz und Milla Krings.
Auch das Jurorenteam – bestehend aus Sophie Biwer, Finn Buchholz, Ceylin Turan, Lea Berger und Anna Lobermeier – bewertete mit Fachkenntnis und Fairness. Am Ende qualifizierten sich Mia, Marilú, Luis, Lotta und Noëlfür den Regionalentscheid in Saarbrücken. Sarah Krieger blieb aufgrund eines Losverfahrens knapp außen vor, obwohl sie ebenfalls bestens vorbereitet war.
Regionalrunde in Saarbrücken: Finale erreicht
Am 6. März traten die Warndt-Debattierenden in der Landeshauptstadt gegen neue Gegner an. Wieder überzeugten sie mit Sachlichkeit und rhetorischem Feingefühl – unterstützt von ihren Mitschülerinnen und einem engagierten Jurorenteam aus der eigenen Schule. Marilú Toimil Spilker schaffte es bis ins Finale der Sekundarstufe I und sicherte sich Platz 3. Lotta Heinz und Luis Liberado Weinberger qualifizierten sich sogar für das Landesfinale auf dem Saarbrücker Halberg.
Zur Vorbereitung nahmen beide an einem Siegerseminar in Homburg teil – ein Intensivtraining für die große Bühne.
Landesfinale: Lotta fährt nach Berlin
Am 10. April wurde es ernst: Vor hochkarätiger Jury – u. a. mit Landtagspräsidentin Heike Winzent – debattierten 16 Jugendliche um die besten Argumente. Das Thema der Finaldebatte lautete:
„Sollen Straßen, Brücken und Plätze, deren Namen einen militärischen Bezug aufweisen, umbenannt werden?“
Lotta Heinz bewies in dieser komplexen Diskussion sprachliches Feingefühl und inhaltliche Tiefe. Ihr klarer Aufbau, ihre ruhige Stimme und ihr souveränes Auftreten überzeugten Jury und Publikum gleichermaßen. Ergebnis: Platz 2 im Saarland – und damit die Qualifikation für das Bundesfinale am 7. Juni in Berlin.
Luis Liberado Weinberger überzeugte ebenfalls mit starker Argumentation in den Vorrunden. Beide haben das Warndt-Gymnasium würdig vertreten.
Debatte als demokratisches Handwerkszeug
Ein weiteres Highlight war die Gesprächsrunde mit ehemaligen Teilnehmenden. Noël Hahn und Charleen Görenberichteten eindrucksvoll davon, wie Jugend debattiert sie geprägt hat – moderiert von Dr. Jan-Jonathan Bock, dem Leiter des Bundesprogramms.
Vorbereitung auf Berlin: Siegerseminar in Bayern
Für Lotta ging es zur finalen Vorbereitung in ein fünftägiges Seminar mit den Landessiegerinnen und -siegern aller Bundesländer. Trainiert wurde alles: Sprache, Struktur, Präsenz. Denn das Bundesfinale verlangt noch einmal höchste Konzentration – vor einem Publikum aus ganz Deutschland.
Demokratie beginnt im Gespräch
Jugend debattiert ist mehr als ein Wettbewerb. Es ist eine Schule des Denkens, eine Bühne für Demokratie. Das Warndt-Gymnasium hat gezeigt, wie stark gemeinsames Engagement, Offenheit für andere Perspektiven und mutige Argumentation wirken können.
„Gerade in Zeiten, in denen Debatten oft von Lautstärke und Polarisierung geprägt sind, ist es entscheidend, jungen Menschen Räume zu geben, in denen Argumente zählen und Respekt den Ton angibt“, so das Fazit der Schulgemeinschaft.
Ein großer Dank geht an alle Beteiligten – vor allem an Christine Löffler, die als Landeskoordinatorin und treibende Kraft das Projekt mit viel Herzblut begleitete.
Herzlichen Glückwunsch, Lotta Heinz – Berlin wartet!

