Die zwei Rotwildrisse im Wildpark Weiskirchen vom 19. und 20. November 2025 sind eindeutig auf einen Wolf zurückzuführen. Das teilte das saarländische Umweltministerium nach DNA-Analysen mit. Sowohl Abstriche als auch Urinproben bestätigten einen Wolfsriss (C1-Nachweis), durchgeführt vom Senckenberg-Institut, dem nationalen Referenzzentrum für genetische Analysen bei Wolf und Luchs.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen Einzelwolf, der nicht dem rheinland-pfälzischen Hochwaldrudel angehört. Das Senckenberg-Institut hatte das Tier zuvor bereits in Hessen und Rheinland-Pfalzgenetisch nachgewiesen.
Die Verdachtsfälle im Wildpark wurden unmittelbar nach den Funden am 19. und 20. November von einem Ranger der Naturwacht beprobt. Die Proben wurden anschließend nach Frankfurt geschickt, wo der DNA-Nachweis erfolgte.
Im Zuge der Untersuchung hatte das Ministerium bereits eine Wildkamera zum weiteren Monitoring an den Zugangspunkten im Wildpark installiert. Das Ministerium beobachtet die Lage weiter und steht mit der Gemeinde Weiskirchen zum weiteren Vorgehen am Wildpark im Austausch.
Die aktuelle Übersicht über die C1-Nachweise im Saarland sowie alle Informationen rund um den Managementplan finden Sie unter www.saarland.de/wolf


