- Partei kritisiert Diskussion über mögliches Aussetzen der Partnerschaft
- Astrid Schramm betont Bedeutung von Austausch und Verständigung
- Städtepartnerschaften seien wichtiger Beitrag für Frieden in Europa
Das Bündnis Sahra Wagenknecht im Saarland spricht sich gegen ein mögliches Aussetzen der Städtepartnerschaft zwischen Saarbrücken und Tiflis aus. Die Landesvorsitzende Astrid Schramm forderte den Saarbrücker Stadtrat dazu auf, die bestehende Partnerschaft nicht nur beizubehalten, sondern den Austausch mit der georgischen Hauptstadt wieder stärker zu beleben.
Zugleich übte das BSW Kritik an Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt. Nach Auffassung der Partei werde der ursprüngliche Sinn von Städtepartnerschaften verkannt, wenn politische Differenzen dazu führten, den Kontakt einzuschränken.
Schramm verwies in ihrer Stellungnahme auf die historische Bedeutung der Städtepartnerschaft. Diese sei einst als erste Verbindung zwischen einer westdeutschen und einer sowjetischen Stadt entstanden – in einer Zeit deutlich größerer politischer Spannungen zwischen Ost und West. Ziel solcher Partnerschaften sei es gewesen, Austausch zu ermöglichen, Feindbilder abzubauen und zur Entspannung in Europa beizutragen.
Nach Ansicht des BSW dürfe der Kontakt zur Bevölkerung in Georgien trotz aktueller politischer Entwicklungen nicht abbrechen. Gerade in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen und Aufrüstung seien Initiativen für Dialog und Verständigung wichtiger denn je.
Die Partei betonte zudem, dass Städtepartnerschaften dazu beitragen könnten, gesellschaftliche Verbindungen über politische Systeme hinweg aufrechtzuerhalten und langfristig den Frieden in Europa zu stärken.


