- CDU-Landtagsfraktion sieht ihre Kritik am bisherigen Kurs der Landesregierung bestätigt
- Forderung nach verbindlichem Managementkonzept für den Umgang mit Kormoranen
- Thema soll erneut im Umweltausschuss des Landtags behandelt werden
Die CDU-Landtagsfraktion Saar hat nach der Umweltministerkonferenz in Leipzig ihre Forderung nach einem strukturierten Kormoran-Management im Saarland erneuert. Die Fraktion sieht sich durch aktuelle Aussagen von Umweltministerin Petra Berg in ihrer bisherigen Kritik bestätigt.
Der Sprecher für den ländlichen Raum, Sebastian Schorr, sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecher Alwin Theobald erklärten, die Landesregierung habe noch im Februar vor allem auf rechtliche Schwierigkeiten und offene Fragen verwiesen. Nun spreche Umweltministerin Berg selbst von einem europaweiten Management, einer Überprüfung des Schutzstatus und möglichen Bejagungen des Kormorans.
Die CDU begrüßte zwar, dass das Thema auf der Umweltministerkonferenz behandelt worden sei, warnte jedoch davor, die Diskussion weiter hinauszuzögern. Aus Sicht der Fraktion brauche das Saarland nun einen verbindlichen Fahrplan mit Monitoring, klaren Kriterien für Eingriffe sowie rechtssicheren Ausnahmegenehmigungen.
Darüber hinaus fordert die CDU Maßnahmen zum Schutz sensibler Fischarten und eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Anglern und Fischerei. Andere Bundesländer hätten bereits gezeigt, dass rechtssichere Managementkonzepte möglich seien.
Die Fraktion betonte zugleich, es gehe nicht um pauschale Abschussforderungen, sondern um ein fachlich und rechtlich abgesichertes Management des Kormoranbestands. Das Thema soll nach Angaben der CDU erneut im zuständigen Umweltausschuss des saarländischen Landtags beraten werden.


