Die CDU-Landtagsfraktion verlangt von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger konkrete Entlastungen für Pflegeheimbewohner im Saarland. Statt nur einen bundesweiten Pflegedeckel zu fordern, solle die Landesregierung die Investitionskosten von Pflegeheimen übernehmen.
Dagmar Heib, seniorenpolitische Beauftragte der CDU-Fraktion, verweist auf die finanzielle Belastung pflegebedürftiger Menschen und ihrer Familien. Der Eigenanteil für Pflegeheimbewohner liege im Saarland im ersten Jahr durchschnittlich bei fast 3.700 Euro. Eine Quelle für diese Zahl nennt die Fraktion in ihrer Medieninformation nicht.
Nach Einschätzung der CDU trägt nicht allein der Bund Verantwortung für die hohen Kosten. Auch die Landesregierung könne unmittelbar handeln, indem sie die Investitionskosten der Pflegeheime übernehme. Andere Bundesländer zeigten, dass ein solcher Schritt möglich sei.
Heib wirft Rehlinger vor, in Interviews vor allem Forderungen an Berlin zu richten und zugleich konkrete Maßnahmen im Saarland schuldig zu bleiben. Die CDU-Politikerin kritisiert außerdem, dass Rehlinger als stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende selbst Einfluss auf die Bundespolitik nehmen könne.
Die Stellungnahme der CDU-Fraktion wurde am 10. August 2026 veröffentlicht. Eine Reaktion der Landesregierung oder von Ministerpräsidentin Rehlinger ist in der vorliegenden Information nicht enthalten.

